Sport in der Schwangerschaft: Welche Sportarten sind geeignet?

SCHWANGERSCHAFT, Wissen

Alexandra Brechlin

Wie gesund ist Sport in der Schwangerschaft? Welche Sportarten können die Geburt vielleicht sogar untersützen? Und gibt es Sportarten, die man als werdende Mama lieber ganz meiden sollte? Wir haben für euch nachrecherchiert und klären auf.

Fitness im Doppelpack – da werden noch immer viele werdende Mamas unsicher. Galt früher die Maxime, sich zu schonen wo man nur kann, hat man heute oft den Eindruck, dass einige Mütter es regelrecht übertreiben und mit dem After Baby Body Training bereits vor der Geburt anfangen.
Und wie bei so vielem gilt es auch beim Sport in der Schwangerschaft, die goldene Mitte zu finden. Denn leichtes Training in der Schwangerschaft hält gesund und fit. Vorausgesetzt, die Schwangerschaft verläuft normal. Aber alle Sportarten sind dann doch nicht empfehlenswert …

Springen, reiten und extremer Kraft- und Kampfsport

Insbesondere in den ersten Monaten der Schwangerschaft – wenn noch kein Bäuchlein sichtbar ist – verfällt man schnell in den Trugschluss, einfach so weiterzutrainieren wie davor. Doch insbesondere von Sportarten, bei denen heftige Stöße auf den Beckenboden passieren können, wird abgeraten.

Fahrrad fahren

Das Radfahren hingegen wird von Medizinern in einer gesunden Schwangerschaft erlaubt und ist sogar ein gutes Training, um zuverlässig Krampfadern und Schwangerschaftsdiabetes vorzubeugen. Meiden sollte man nur zu lange Strecken wegen der Überanstrengung und unebene Straßen, die zu Erschütterungen und Stürzen führen könnten.

Krafttraining und Bauch-Work-Outs

Krafttraining und sogar Bauch-Workouts sind in einer gesunden Schwangerschaft keineswegs verboten. Ärzte raten, insbesondere die Bauch- und Beckenbodenmuskeln während (und insbesondere nach!) der Schwangerschaft zu kräftigen. Ca. ab der 20. Schwangerschaftswoche bieten sich für den Bauch jedoch eher isometrische Übungen an. Hier wird die Muskulatur ohne Bewegung angespannt. Auf die klassischen Bauchpressen / Crunches empfiehlt es sich zu verzichten, sonst werden die Organe zusammengedrückt. Aber das funktioniert ja auch ab einem gewissen Bauchumfang so oder so nicht mehr. Ebenfalls abgeraten wird häufig von Übungen im Liegen im letzten Drittel der Schwangerschaft. Durch das Gewicht könnte die untere Hohlvene abgedrückt werden.

Wassersport

Empfohlen wird fast jeder Schwangeren das Schwimmen und Aqua-Fitness. Sport treiben im Wasser hilft durch den Druck gegen eventuelle Ödeme. Lediglich Frauen, die mit Scheideninfektionen zu kämpfen haben, sollten vorsichtig sein.

Yoga und Pilates

Yoga, Pilates aber auch Nordic Walking sind perfekte Sportarten für Schwangere. Der sanfte Sport fördert die Entspannung, die ganz besonders werdende Mamas benötigen, und trainiert die Gesamtmuskulatur, ohne den Beckenboden zu beanspruchen

Und wie steht es mit exotischen Sportarten?

Auf Sportarten wie Klettern, Ski fahren, Wandern über 2500 Meter Höhe oder Tiefseetauchen empfiehlt sollte man während der Schwangerschaft verzichten. Hier wird die Sauerstoffzufuhr während des Wanderns und Co. bei der werdenden Mama zu stark eigneschränkt und das Verletzungsrisiko ist einfach zu hoch.

Wer sich für Fitness nach der Geburt interessiert, sollte sich mal die Tipps und Trainingspläne für frischgebackenen Mamas ansehen.

Titelbild: istock

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