Dauer Schwangerschaft

Wie lange dauert eine Schwangerschaft? So errechnest Du den Geburtstermin

SCHWANGERSCHAFT, Wissen

Hurra, wir bekommen ein Baby. Eine wunderschöne Nachricht. Aber gleich danach geht die Überlegung los: Wann kommt das Baby eigentlich? Oder: Wie lange dauert die Schwangerschaft? Klar, neun Monate. Doch stimmt das wirklich? Wie man den korrekten Zeitpunkt errechnet, an dem das Baby geboren wird, dafür gibt es verschiedene Methoden.

Hurra, wir bekommen ein Baby. Eine wunderschöne Nachricht. Aber gleich danach geht die Überlegung los: Wann kommt das Baby eigentlich genau? Wie lange dauert meine Schwangerschaft? Klar, neun Monate. Doch stimmt das wirklich? Es gibt verschiedene Methoden, wie du den korrekten Zeitpunkt errechnest, an dem das Baby geboren wird.

Natürlich kommt es bei allen Berechnungen darauf an, wie regelmäßig eine Frau ihren Zyklus bekommt, um das genaue Datum der Einnistung der befruchteten Eizelle festzustellen.

Wie lange dauert eine Schwangerschaft? Die wichtigsten Fakten zur Berechnung:

  • Die Dauer der Schwangerschaft wird meist vom ersten Tag der letzten Periode vor der Schwangerschaft berechnet.
  • Nach dieser Methode dauert die Schwangerschaft folgerichtig 280 Tage (bzw. zehn Monate).
  • Wenn man den exakten Zeitpunkt der Befruchtung der Eizelle kennt, rechnet man ab diesem Tag durchschnittlich 266 Tage bis zur Entbindung.
  • Studien haben ergeben, dass die durchschnittliche Dauer einer Schwangerschaft 268 Tage beträgt.
  • Schwankungen bei der Dauer einer Schwangerschaft sind jedoch völlig normal.
  • Nur vier Prozent aller Babys kommen tatsächlich genau am berechneten Geburtstermin zur Welt.

Geburtstermin: Berechnung nach der Regelblutung

Die wenigsten Frauen kennen den genauen Termin der Empfängnis, doch viele wissen den ersten Tag der letzten Regelblutung. Anhand dieser Daten lässt sich die Dauer der Schwangerschaft mit der sogenannten Naegele-Regel berechnen: Bei einem regelmäßigen Zyklus von durchschnittlich 28 Tagen werden vom ersten Tag der letzten Regelblutung sieben Tage und ein Jahr dazu gezählt, anschließend werden wieder drei Monate abgezogen. Das Ergebnis gilt als möglicher Entbindungstermin.

Beispiel:

Letzte Periode am 30.05.2018 + 7 Tage + 1 Jahr = 06.06.2019 – 3 Monate = 06.03.2019

Nach der Naegele-Regel dauert eine Schwangerschaft rein rechnerisch also 280 Tage (40 Wochen).  Doch wie berechnet man die Dauer einer Schwangerschaft, wenn der Zyklus unregelmäßig ist? In einem solchen Fall werden zu dieser Berechnung noch die vom 28-Tage-Zyklus abweichenden Tage hinzugezählt oder abgezogen. Diese sogenannte erweiterte Naegele-Regel dient in der Schwangerschaft am häufigsten zur Berechnung der Schwangerschaftsdauer.

Geburtstermin: Berechnung wenn weder Empfängnis noch letzte Regelblutung bekannt sind

Manche Frauen haben einen sehr unregelmäßigen Zyklus, was eine exakte Berechnung schwierig macht. Wenn auch noch der Zeitpunkt der Zeugung unbekannt ist, lässt sich keine der genannten Berechnungsmethoden anwenden. Dann nehmen Gynäkologe oder Hebamme das erste Auftreten von Kindsbewegungen als Hinweis auf das Stadium in dem die Schwangerschaft ist: Erstgebärende bemerken die ersten Bewegungen des Fötus ungefähr um die 20. Schwangerschaftswoche herum, Zweit- oder Mehrgebärende spüren dies bereits um die 18. Schwangerschaftswoche. Mit Abweichungen von circa zwei Wochen geben die ersten Kindsbewegungen also ebenfalls einen Hinweise auf die Dauer der Schwangerschaft. In solchen Fällen bedeutet es aber auch, dass man auch das Geburtsdatum des Babys nur ungefähr vorhersagen kann.

 

Dauer Schwangerschaft; Gettyimages

Auch mit einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt das Alter und damit den genauen Geburtstermin des Babys feststellen.

Geburtstermin: Berechnung mit Ultraschall

Auch die Technik bietet eine Möglichkeit, den Geburtstermin des Kindes genauer zu bestimmen. Eine ziemlich exakte Feststellung des Alters des Kindes ist mit einer Ultraschall-Untersuchung möglich. Gerade in den ersten Wochen hängt die Größe des Embryos eng mit dem Schwangerschaftsalter zusammen. So kann der Durchmesser der Fruchtblase ab der siebten Woche gemessen werden, erste Herztöne des Embryos sind bereits sechs Wochen nach der Menstruation hörbar. Diese Hinweise geben dem Gynäkologen die Möglichkeit, den Geburtstermin mit hoher Wahrscheinlichkeit errechnen zu können.

Wie erfolgt die Angabe der Schwangerschaftsdauer?

Wer es das erste Mal im Mutterpass liest, denkt er hat einen Geheimcode vor sich. Doch eigentlich ist das System wie der Status der Schwangerschaft angegeben wird recht einfach. Arzt oder Hebamme notieren den Status in abgeschlossenen Wochen und abgelaufenen Tagen der aktuellen Woche. Wenn du zum Beispiel 35 Wochen und drei Tage schwanger bist, also in der 36. Woche, dann schreibt dein Arzt: 35+3SSW in den Mutterpass.

Neue Forschungserkenntnisse zur Dauer der Schwangerschaft

Forscher in den USA haben übrigens in einer Studie festgestellt, dass die Schwangerschaft kürzer ist als bislang angenommen wurde. Dazu untersuchten die Wissenschaftler täglich die Urinproben von über 100 schwangeren Frauen, die an dem Experiment teilnahmen. Alle Probandinnen waren auf natürlichem Wege schwanger geworden. Bei der Auswertung der Daten kam es schließlich zu einem überraschenden Ergebnis: Die Schwangerschaft der meisten Frauen dauerte durchschnittlich nur 268 Tage, also gut 38 Wochen. Selbst nachdem die Forscher die Zahl der Frühgeburten aus ihrer Statistik herausgerechnet hatten, schwankte die Dauer der Schwangerschaft natürlicherweise um ganze 37 Tage (also mehr als fünf Wochen).

Wann kommt das Baby tatsächlich?

Der Prozentsatz der Babys, die tatsächlich am errechneten Geburtstermin zur Welt kommen, beträgt gerade einmal vier Prozent. 30 Prozent der Kinder kommen vier Tage früher oder später und 66 Prozent innerhalb von drei Wochen (mit einer Toleranz von zehn Tagen) vor oder nach dem errechneten Termin. Also keine Panik, wenn das Baby doch etwas länger auf sich warten lässt.

Bei Spätgebärenden dauert die Schwangerschaft länger

Die Schwangerschaftsdauer beeinflussen tatsächlich viele Faktoren, unter anderem auch das Alter der Mutter. Jedes Lebensjahr schlägt sich im Schnitt in einem zusätzlichen Schwangerschaftstag nieder. Zudem waren diejenigen Frauen länger schwanger, die bereits bei früheren Kindern über dem Datum waren und die selbst als Baby überdurchschnittlich schwer waren.

Bilder: Getty Images

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