Frau mit Pigmentflecken

Pigmentflecken in der Schwangerschaft? So könnt ihr sie vermeiden

Pflege, SCHWANGERSCHAFT

Alexandra Brechlin

Sommer, Sonne und Pigmentflecken: Insbesondere in der Schwangerschaft ist unsere Haut sehr empfindlich. Bei zu viel Sonne können schnell unschöne Pigmentflecken entsehen. Was man dagegen tun kann, erfahrt ihr hier.

Immer wieder heißt es, dass Schwangersein hübsch macht. Und klar, die Haare werden meist voller, die Haut prall und rosig – aber es gibt auch so einige kleine Beauty Probleme in der Schwangerschaft. Unter anderem diese fiesen kleinen braunen Flecken im Gesicht und Dekolleté. Diese sogenannten Pigmentflecken oder auch Melasmen sind komplett harmlos. Los werden will man sie natürlich trotzdem. Wir klären auf, wie und ob ihr sie vermeiden könnt und was eine Hautärztin empfiehlt.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

So sehr wir die warmen Strahlen auch lieben, in der Schwangerschaft sollte man sich weitestgehend im Schatten aufhalten. Insbesondere in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung überall am stärksten. Für Sport, Spazierengehen, Gartenarbeit und alles, was man im Freien tun will, sind die Vormittags- und Nachmittagsstunden viel besser geeignet, wenn man seine Haut schonen will. Auch mit der richtigen Kleidung kann man sich gut schützen. Sonnenhüte gibt es inzwischen in allen erdenklichen Formen und Farben und die empfindliche Haut am Dekolleté und Hals lässt sich prima mit leichten Tüchern schützen. Auch beim Strandurlaub ist das schattige Plätzchen unter dem Sonnenschirm die bessere Wahl. Übrigens: Braun wird man im Schatten auch – es dauert nur ein wenig länger, ist dafür aber auf jeden Fall hautfreundlicher.

Gut gecremt ist die halbe Miete

Das Eincremen sollte man natürlich trotzdem nicht vergessen. Je höher der Lichtschtutzfaktor desto besser lassen sich kleine Fältchen und auch die ungeliebten Pigmentflecken vermeiden. Inzwischen bieten viele Unternehmen Tagespflege und Make-up mit einem entsprechenden Lichtschutzfaktor an. Allerdings schadet es auch nicht, ab und zu nochmal “nachzulegen”. Denn sowohl Schwitzen, Schwimmen als auch das Abtrocknen oder das Reiben von Kleidung auf der Haut verringert die Schutzwirkung.

 

…und wenn’s zu spät ist?

Bilden sich aller Vorsicht zum Trotz die unliebsamen Pigmentflecken auf der Haut – immerhin ist die Veranlagung dafür auch vererbbar – kann man versuchen, sie gezielt mit Cremes zu behandeln. Sogenannte Brightening-Cremes helfen, Pigmentflecken aufzuhellen und eine Pigmentstörung vorzubeugen. Die enthaltenen Wirkstoffe wie Vitamin C, Maulbeer oder Ölsäurenextrakt spalten das Melanin auf und hemmen so die Produktion des Farbstoffs. Hier gerne auch mal einen Blick nach Korea oder Japan werfen. Kosmetikmarken wie Sekkisei(Kose) aus Japan beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit nichts anderem als der Bekämpfung von Pigmentflecken. Ein sanfter “Brightening” Effekt findet sich in fast jeder noch so einfachen Tagescreme, Waschlotion und Peeling.
Sollte das nicht helfen, kann man die Flecken auch mit chemischen Peelings oder dem Laser behandeln lassen. Letzterer zerstört gezielt dunkle Verfärbungen und lässt die umgebenden Hautareale unversehrt. Allerdings ist es empfehlenswert, mit einer solchen Behandlung bis nach der Entbindung zu warten.

 

Pigmentflecken vermeiden: Das rät die Expertin

Wir haben mit Hautärztin Dr. Kristin Kanja aus Düsseldorf über Pigmentflecken in der Schwangerschaft gesprochen und sie gefragt, was ihr dagegen unternehmen könnt.

Dr. Kristin KanjaWarum ist die Haut in der Schwangerschaft so viel anfälliger für Pigmentflecken?

Dr. Kristin Kanja: Durch den veränderten Hormonspiegel in der Schwangerschaft, insbesondere durch den Anstieg des Progesterons und des Östrogens, kommt es zu einer verstärkten Stimulation der Melanozyten. So heißen die Pigment bildenden Zellen, die somit auch verantwortlich für eventuelle Pigmentstörungen sind.

Welche Art der Hyperpigmentierung ist während der Schwangerschaft am häufigsten?

Am häufigsten tritt in der Schwangerschaft ein Melasma auf. So bezeichnet man eine Pigmentstörung der Gesichtshaut, meist dunklere Hautstellen an Stirn, Schläfen, Wangen, Kinn und Oberlippe. Ausgelöst werden kann es durch die weiblichen Geschlechtshormone, also Östrogen- und Gestagenwirkungen, und die Sonne. Ein Melasma während der Schwangerschaft bildet sich oft nach der Entbindung langsam wieder zurück.

Ist es nicht so, dass Hyperpigmentierungen aufs Konto der UV-B Strahlen gehen, die uns vor allem in den Sommermonaten treffen?

Die UV-B-Strahlen sind energiereich, dringen aber nur bis in die Oberhaut ein. Dort sind sie mitverantwortlich für die Verdickung der Hornhaut, die sogenannte Lichtschwiele, die die Haut vor der Sonne schützt. Außerdem kurbeln sie die Vitamin-D-Synthese an und sorgen für den Neuaufbau von Pigment und damit für die Hautbräune. Zu hohe UV-B-Strahlung kann allerdings gefährliche Folgen haben. Sie ist hauptsächlich für Sonnenbrände verantwortlich, kann außerdem Pigmentschäden und in den Zellen der Oberhaut Krebs auslösen.

 

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Bild Slider: istock; restliche Bilder: PR

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