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Käse in der Schwangerschaft: Was darf ich essen?

Food, SCHWANGERSCHAFT

Rebekka Rein

Käse ist nicht nur lecker, sondern auch gesund: Er liefert Kalzium und Proteine, die ihr in der Schwangerschaft dringend braucht. Also, greift ruhig weiterhin zu, so lange ein paar Regeln beachtet. Wir informieren euch hier, welche Käsesorten und Milchprodukte ihr in der Schwangerschaft bedenkenlos essen könnt und welche ihr von eurem Speiseplan streichen müsst.

Der Grund, warum ihr von manchen Lebensmitteln, die Milch enthalten, die Finger lassen solltet, sind Listeria-Bakterien. Diese lösen eine Infektion aus, die sogenannte Listeriose. Bei gesunden Menschen führt eine Infektion meist gar nicht zum Ausbruch der Krankheit, für den Fötus kann sie jedoch gefährlich sein kann. Eine Möglichkeit, sich anzustecken, ist der Verzehr roher tierischer Produkte. Neben Rohwurstprodukten wie Salami, Mett- und Teewurst sind auch Rohmilchprodukte sowie die Rinde von Käse oft mit Listerien belastet. Aber auch ungewaschene Salate, Tierkot und der Erdboden können die Bakterien enthalten. Schwangere müssen deshalb bei Käse, bei dessen Zubereitung die Milch nicht erhitzt wird, vorsichtig sein. Auch Edelschimmel und die Rinde stellen einen idealen Nährboden für Keime dar. Wenn ein Käse aus Rohmilch hergestellt ist, muss dies auf dem Etikett vermerkt sein.

Nicht essen sollten Schwangere diese Käsesorten:

  • Weißschimmelkäse (Camembert, Brie, …)
  • Blauschimmelkäse (Gorgonzola, Roquefort, …)
  • Hartkäse aus Rohmilch (Allgäuer Bergkäse, Allgäuer Emmentaler, …)
  • Sauermilchkäse (Handkäse, Harzer Roller, …)
  • eingelegter Käse oder Frischkäse aus offenen Gefäßen in der Kühltheke
  • Gerieben gekaufter Käse
  • Käse mit Rinde – diese bitte immer entfernen

Bei diesen Produkten bestehen keine Gefahren für Schwangere:

  • Schnitt- und Weichkäse aus pasteurisierter Milch (Gouda, Butterkäse, Leerdammer, Tilsiter, Edamer, Cheddar, …)
  • länger gereifte Hartkäse aus Rohmilch (Appenzeller, Emmentaler, Greyezer, Parmesan, …)
  • Kochkäse, Schmelzkäse
  • industriell verpackter/hergestellter Frischkäse oder eingelegter Käse (Feta, Hüttenkäse, Mascarpone, Ricotta, Mozzarella, …)

Auf Nummer sicher: Gekocht oder gebacken

Bei Temperaturen über 70 Grad werden die Bakterien nach etwa zwei bis drei Minuten abgetötet. Aus diesem Grund ist Käse aus pasteurisierter Milch, wie zum Beispiel Gouda unbedenklich. Aber auch Gorgonzola, vorgeriebener Käse & Co. werden für Schwangere unbedenklich, wenn sie in einer Sauce gekocht oder auf einer Pizza überbacken werden. Achtet aber bitte darauf, dass der Käse nicht nur leicht geschmolzen sondern durch und durch gegart ist.

Was gilt bei anderen Milchprodukten?

Schwangere sollten wegen einer möglicher Bakterienbelastung frische Milch vom Bauer meiden. Greift deshalb nur zu wärmebehandelter Milch. Joghurt, Frischkäse oder Quarkprodukte sind für Schwangere unbedenklich, da sie im Handel nur aus pasteurisierter Milch verkauft werden.

Foto: Alice Donovan Rouse / unsplash.com

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