Haarausfall in der Schwangerschaft: Das kann man dagegen tun

Pflege, SCHWANGERSCHAFT, Wohlfühlen

Alexandra Brechlin

Haarausfall in der Schwangerschaft: Etwa jede fünfte Frau leidetet darunter. Doch was sind die Ursachen und was kann man dagegen tun?

Während einer Schwangerschaft verändert sich der Körper von Tag zu Tag. Und das nicht nur, weil der Bauch wächst. Doch während sich die einen in den vierzig Wochen über strahlende Haut und volle, glänzende Haare freuen, leiden andere ganz plötzlich unter vermehrtem Haarausfall. Schuld daran sind die Hormone, die Beauty Probleme in der Schwangerschaft verursachen. Das Wachstum und die Gesundheit der Haare werden maßgeblich von den männlichen und weiblichen Geschlechts- sowie den Schilddrüsenhormonen beeinflusst. Und genau diese spielen in der Schwangerschaft gerne mal verrückt.

Die Auswirkungen von Östrogen und Progesteron

Eine ganz besondere Rolle kommt dabei den weiblichen Geschlechtshormonen Östrogen und Progesteron zu. Ersteres besteht genau genommen aus 30 einzelnen Hormonen. Zusammen ermöglichen sie der Eizelle, so weit zu reifen, dass sie befruchtet werden und ein Kind entstehen kann. Das sogenannte Gelbkörperhormon Progesteron wiederum bereitet den Körper dann auf eine Schwangerschaft vor und sorgt dafür, dass diese auch erhalten bleibt. Aber beide Hormone beeinflussen eben auch das Haarwachstum.

Schöne Haare in der Schwangerschaft?

Den Einfluss der Hormone merkt man unter anderem daran, dass die Haare, kurz bevor die Periode einsetzt, voller und glänzender erscheinen. Das liegt daran, dass in dieser Zeit mehr Progesteron und Östrogen im Körper produziert wird. Im Allgemeinen wirken deshalb die Haare auch während der Schwangerschaft insgesamt viel schöner. Wäre da nicht ein kleines Aber: die Entbindung. „Nach der Geburt des Kindes kommt es zu einem starken Abfall des Östrogens im Blut der Mutter. Darauf reagieren viele Frauen mit teilweise starkem diffusem Haarausfall“, weiß Shirin Samimi-Fard, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie im Derma Loft in Gladbeck. Das Phänomen wird als postpartales Effluvium bezeichnet. Nach sechs bis neun Monaten verschwindet es meist von allein. Wenn sich die Hormone wieder reguliert haben.

Nachwirkungen der Anti-Baby-Pille

Wenn Frauen schon während der Schwangerschaft unter Haarausfall leiden, kann auch das an zu starken Hormonschwankungen liegen. Diese werden zum Beispiel ausgelöst durch das Absetzen der Anti-Baby-Pille. Die darin enthaltenen künstlichen Hormone sind so hoch dosiert, dass selbst die neu produzierten Östrogene während der Schwangerschaft nicht mithalten können. Der Körper muss sich erst wieder „einpegeln“.

Haarausfall in der Schwangerschaft wegen Eisenmangel

Ein weiterer Grund für Haarausfall, der allerdings gar nichts mit den Hormonen zu tun hat, kann Eisenmangel sein. Während einer Schwangerschaft benötigt der Körper rund 60 Prozent mehr Folsäure und Eisen für das Wachstum des Babys. Vergleichsweise viele Frauen leiden in der zweiten Schwangerschaftshälfte unter Anämie. Um dieser Blutarmut vorzubeugen, wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig der Eisenwert im Körper kontrolliert. Ist der Eisenspeicher des Körpers leer, dauert es mit Einahme Eisenpräparaten ein wenig, bis sich der Eisenhaushalt des Körpers normalisiert hat.

Kein Grund zur Panik!

Da es sich bei Haarausfall in der Schwangerschaft in der Regel um keine Krankheit handelt, verschwindet das Problem eigentlich immer von ganz allein. Sobald der Östrogenspiegel nach der Geburt gesunken ist und der Körper nicht mehr so viel Eisen benötigt, fällt der Haarzyklus in seine gewohnte Routine zurück.

 

Fotos: istock/Daviles und unsplash

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