Lesetipps: Jetzt ist Zeit für umfangreiche Buchklassiker

MUM, Medien

Stefanie Staiger

Die Corona-Krise zwingt uns momentan alle zum Umdenken. Wer vernünftig und verantwortungsvoll ist, bleibt zuhause. Damit die Zeit der Quarantäne nicht langweilig wird, haben wir ein paar schöne Lesetipps für euch zusammengestellt

Viel war in den letzten Tagen der Corona-Krise über Hamsterkäufe zu lesen. Wir haben einen schöneren Vorschlag für euch, als Klopapier zu horten. Lesen! Da wir nun alle gezwungen sind, mehr Zeit zuhause zu verbringen, lohnt es sich, mal wieder einen Blick ins Bücherregal zu werfen. Zudem dürfen Buchhandlungen – zumindest vorerst noch – geöffnet bleiben. „Bücher sind Nahrung für die Seele“, sagt ein arabisches Sprichwort. Und Seelenfutter und ein wenig Ablenkung für den Kopf brauchen wir in schwierigen Zeiten wie diesen.

Unsere Lesetipps für zuhause:

„Die Pest“

Das Buch von Albert Camus erschien bereits 1947, jetzt hat es unfreiwillig an Aktualität gewonnen – und wird auch wieder mehr gekauft und gelesen! In dem Klassiker der Weltliteratur schildert der französische Schriftsteller (1913-1960) das Schicksal der Bewohner der Stadt Oran an der Westküste Algeriens, in der die Pest ausgebrochen ist. Camus beschreibt eine von Krankheit und Tod heimgesuchte Stadt, die auf die tödliche Bedrohung zu reagieren versucht. Es geht um den Widerstand der Menschen gegen moralische und physische Zerstörung.

„Die Pest“ von Albert Camus, rororo 12,00 Euro

„Die Liebe in Zeiten der Cholera“

Der Roman des Kolumbianers Gabriel García Márquez erschien 1985 und wurde ein weltweiter Bestseller. Er erzählt die Geschichte des 18-jährigen Florentino und der 13-jährigen Fermina, die sich in einer kolumbianischen Hafenstadt kennenlernen. Die beiden versprechen einander ewige Liebe. Die schöne Fermina heiratet später den angesehenen Doktor Juvenal Urbino. Florentino jedoch hört nie auf, seine Angebetete zu lieben. 51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage hat er auf sie gewartet hat. Hat in Briefen um sie geworben, sie in aller Keuschheit gewonnen und wieder verloren. Bis er ihr bei der Beerdigung ihres Mannes seine Liebe gsteht. Ein großer Roman, der in schwierigen Zeiten spielt und zeigt, das nichts wichtiger ist als die Liebe.

„Die Liebe in den Zeiten der Colera“ von Gabriel García Márquez, Kiepenheuer & Witsch, 15,00 Euro

„Krieg und Frieden“

„Krieg und Frieden “ ist ein Klassiker der Weltlitaratur. Für das Epos von Leo Tolstoi braucht man auf jeden Fall etwas mehr Zeit. Aber die haben wir ja nun. Der historischer Roman ist ein umfangreiches Meisterwerk. Vor dem Hintergrund der russisch-napoleonischen Kriege erzählt Tolstoi die Geschichte dreier Familien, deren Schicksale eng miteinander verflochten sind. Der Roman, der 1863 – 1869 entstanden, ist ein Meilenstein der russischen Literatur und brachte Leo Tolstoi Weltruhm ein. Furios sind die Schilderungen der blutigen Schlachten bei Austerlitz und Borodino, präzise und einfühlsam die Zeichnungen der Charaktere. Ein Buch, das bis heute bewegt.

„Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi, Anaconda, 9,95 Euro

„Unterleuten“

Wer gerade in der Krise mit seiner Familie die Flucht aufs Land plant, sollte sich das vielleicht noch einmal überlegen. Juli Zehs Roman „Unterleuten“ schildert das Leben von Einheimischen und Zugezogenen im brandenburgischen Dorf „Unterleuten“. Die dörfliche Idylle ist nur Schein. Hinter den hübschen Fassaden der Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Ost trifft auf West, Gewinner auf Verlierer, Investoren auf Widerstand. Intelligent verwoben mit Liebes- und Eifersuchtsgeschichten. Als ein Windpark in unmittelbarer Nähe zum Dorf entstehen soll, spaltet das die Bewohner. Wer will, kann sich auch die gelungene Verfilmung des Romans von Matti Geschonnek in der ZDF-Mediathek anschauen. Das Buch ist auf jeden Fall völlig zurecht ein Bestseller geworden, denn es stellt Fragen, die uns auch in Corona-Zeiten bewegen: Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Und wofür kämpfen wir?

„Unterleuten“ von Juli Zeh, btb, 12,00 Euro

„Dad“

Dieser Roman von Nora Gantenbrink ist die Geschichte ihres Vaters, der als Hippie durch Indien, Thailand und Marokko gereist ist und als Vater vor allem durch Abwesenheit glänzte. Die Ehe der Eltern hatte auch keinen Bestand. Geblieben sind Anekdoten von Drogentrips, Liebschaften und Abenteuern. Auf einer seiner Reisen hat sich „Dad“ mit HIV angesteckt und stirbt an dem Virus. „Mein Vater ist seit zehn Jahren tot, als ich ein blassblaues Notizbuch nehme und DAD vorne drauf schreibe. Das ist der Anfang“, sagt Nora Gantenbrink über ihren Roman.  Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Sucht und Sehnsucht. Und die Suche einer erwachsenen Tochter nach ihrem Vater.

„Dad“ von Nora Gantenbrink, Rowohlt, 22,00 Euro

Die Kinos sind zu, jetzt ist die Zeit für Home-Screening. Die besten Filme über Mütter empfehlen wir euch hier. Und das sind die Serien, auf die wir uns 2020 freuen und die aktuell zu sehen sind.

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