Wilhelm&Auguste Tragetücher working mum Mama trägt Baby in Tragetuch

#workingmum Interview: Sabrina Russo, Gründerin von Wilhelm & Auguste

MUM, Working mum

Die Zweifachmama Sabrina Russo hat sich während ihrer zweiten Schwangerschaft dazu entschlossen, ihr eigenes Label für Babytragetücher ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und den beiden Kindern (6 Monate und 2,5 Jahre) lebt Sabrina Russo in Köln. Ihre Marke Wilhelm & Auguste eröffnet diesen Mittwoch seine Onlineshoptore. Wie ihr Alltag als working mum bisher aussah und was es für sie bedeutet hat, während der Schwangerschaft zu gründen, erzählt sie uns in diesem Interview.

Text: Isabelle Jänchen

Liebe Sabrina, woher leitet sich der Labelname ab?

Der Name stammt vom letzten deutschen Kaiser Wilhelm I. und seiner zweiten Ehefrau Auguste – ein bisschen Glitzer, Glam und Einhorn schaden ja bekanntlich nie. Außerdem durfte ich einmal die Namenswahl ganz alleine treffen, ohne das Veto vom Mann.

Du bist Mama von zwei Jungs. Welche Veränderung hast Du als stärker empfunden – die von keinem auf ein Kind oder als das zweite Kind dazu kam?

So einfach lässt sich die Frage nicht beantworten. Beide Phasen waren aber natürlich etwas ganz besonderes und änderten für sich betrachtet jeweils alles. Nach der Geburt meines ersten Kindes verschwand das alte Leben inklusive Freiheiten und Partys etc.. Mit dem Zweiten wurde mir erst einmal wirklich bewusst, was Stress bedeutet.

Wie hat sich Dein berufliches Leben mit den Kindern verändert?

Die Erforderlichkeit von Flexibilität hat extrem zugenommen.

Wie sieht ein typischer Alltag bei Euch zu Hause aus?

Um überhaupt beruflich etwas zu schaffen geht zumindest der Große in der Regel in die Betreuung bei einer Tagespflege, aber der kleine (7 M.) ist natürlich dennoch den ganzen Tag bei mir, auch da er voll gestillt wird. Somit bin ich weit entfernt von einem nine-to-five Job und arbeite für die Firma, wann es eben möglich ist bzw. wenn der Kleine schläft. Oder auch zwischendurch, wenn es gerade passt. So führe ich auch schon mal auf dem Spielplatz Telefonate mit der Nähwerkstatt und recherchiere zum Beispiel Materialien immer dann, wenn es irgendwie reinpasst.

Warum hast Du genau zum Zeitpunkt Deiner Schwangerschaft mit der Planung Deiner Selbstständigkeit begonnen?

Die Selbständigkeit war natürlich nicht explizit und von langer Hand geplant, sondern ergab sich vielmehr aus den tollen Erfahrungen die ich ja erst durch meine Kinder in allen Bereichen des Tragens machen durfte. Insbesondere mit dem zweiten Kind wuchs die Bedeutung des unkomplizierten, schnell zu ermöglichenden Tragens und das Bedürfnis, die Hände frei zu haben. Hieraus entstand mein Wunsch, das Label auf die Beine zu stellen.

Warum Tragetücher? Was macht Wilhelm und Auguste so besonders?

Ich habe meine beiden Kinder getragen und den Zweiten immer noch. Es handelt sich im Allgemeinen und für mich im Besonderen um das praktischste und gleichzeitig simpelste Transportmittel für Babys. Im Zuge dessen wurde das Tragen, die Community und alles andere drumherum wie ein Hobby für mich. Da lag es nahe, dass ich dieses schöne Hobby zum Beruf mache.

Wilhelm & Auguste zeichnet insbesondere aus, dass ich es mit meinem großen Community-Background auf die Beine stelle. Ich kenne mich mit dem Tragen einfach in allen Bereichen sehr gut aus und bin wirklich gut vernetzt. Auch bei der Auswahl meiner Geschäftspartner ist es mir am liebsten, wenn diese Affinität für das Tragen und für Kinder mitbringen bzw. eigene kleine Kinder haben. Das sind natürlich tolle Erfahrungsschätze für eine Zusammenarbeit.  

Des Weiteren sind die Materialen etwas besonderes, denn diese sind schlicht, hochwertig und schön. Auf deren Auswahl habe ich sehr viel Wert gelegt und verbringe weiterhin viel Zeit damit, mich immer wieder neu damit auseinanderzusetzen.

Wie lassen sich eine Schwangerschaft und ein eigenes Business aufbauen miteinander vereinbaren? Wie bist Du die Sache angegangen?

Chaotisch aber mit viel Herz, Begeisterung und Inspiration.

Was sind Vor- und Nachteile, wenn man sich dafür entscheidet während der Schwangerschaft zu gründen?

Wie wird es Dir gehen nach der Geburt? Ist Dein Kind topfit? Ist es ein Schreikind oder ganz lieb und problemlos? Wie geht es Dir, psychisch und physisch? Wirst Du Schlafmangel haben? Wirst Du Dich trotzdem auf das Arbeiten konzentrieren können? Wie verlässlich ist Deine Unterstützung bzw. hast Du überhaupt eine? Das sind alles Unwägbarkeiten derer man sich idealerweise bereits vorher bewusst ist.

Wenn sich die Gründung aber natürlich um ein Thema für Kinder und Eltern dreht, hat es auch große Vorteile wenn man gerade selbst quasi mittendrin im Thema ist.

Wie hast Du Dir Deine Elternzeit eingeplant – hast Du sie Dir überhaupt genommen?

Eine Elternzeit im klassischen Sinne war mir zwar nicht möglich, aber doch schaffe ich es immer irgendwie, noch einen Baby-Yoga-Kurs mit dem Kleinen oder einen Kreativkurs und mittlerweile auch Musikschule mit dem Großen zu machen. Auch die Pflege von meinen Freundschaften mit anderen Müttern von Kleinkindern ist mir wichtig. Wenn auch nicht immer leicht vereinbar mit dem Beruf, doch sehr wichtig für die Kinder und die Mütter.

Liebe Sabrina, wir wünschen Dir für die Shoperöffnung und die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

Titelbild: Wilhelm&Auguste

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