So gelingt der Wiedereinstieg nach der Elternzeit: 6 hilfreiche Tipps

Working mum

Stefanie Staiger

Das erste Jahr mit Baby vergeht wie im Flug. Danach steht bei den meisten Frauen die Rückkehr in den Job an. Wie der Wiedereinstieg nach der Elternzeit möglichst reibungslos gelingt und was es alles zu beachten gilt: Hier kommen unsere Tipps.

In Kontakt bleiben

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Im ersten Babyjahr sind viele Dinge neu und aufregend. Trotzdem sollte man den Kontakt zum Arbeitgeber nicht einstellen (Foto: Unsplash)

Natürlich gibt es in den ersten Monaten mit Baby wichtigeres als den Job. Trotzdem lohnt es sich, nicht völlig abzutauchen, sondern mit dem Arbeitgeber in Kontakt zu bleiben. Schau ruhig mal mit dem Kinderwagen im Büro vorbei, treffe dich mit deinen ehemaligen Kollegen zum Mittagessen und vor allem: Bespreche mit deinem Vorgesetzten bereits vor Beginn der Elternzeit so konkret wie möglich, wann und wie du in den Job zurückkehren möchtest. Nicht alle Firmen haben ein spezielles Programm, in dem klar geregelt ist, wann Angestellte die gerade in Elternzeit sind zu wichtigen Teambesprechungen eingeladen oder über Neuerungen in der Firma informiert werden. Gerade dann ist es wichtig, sich in Eigeninitiative in regelmäßigen Abständen bei den Kollegen und beim Vorgesetzten zu melden und nachzufragen, wie die Dinge stehen.
Spätestens drei Monate vor dem Wiedereinstieg nach der Elternzeit solltest du per E-Mail oder telefonisch den Kontakt suchen und deinen Vorgesetzten daran erinnern, dass du bald wiederkommst. Vereinbare einen persönlichen Termin bei dem du konkret besprichst, wie sich dein Wiedereinstieg gestalten soll.

Realistische Ziele setzen

Nach der Elternzeit wieder Vollzeit zu arbeiten ist eine Variante. Die meisten Frauen in Deutschland entscheiden sich zunächst für einen Wiedereinstieg im Teilzeitmodell. Überlege dir realistisch, wie viele Stunden am Tag bzw. in der Woche das sein können, damit du dir nicht zu viel zumutest und dein Kind in dieser Zeit zuverlässig betreut ist. Beachte dabei aber auch, dass Teilzeit immer mit finanziellen Einbußen, vor allem im Hinblick auf die Rente, verbunden ist. Viele Frauen stocken die Anzahl der Stunden nach und nach auf, wenn die Kinder größer werden.

Eigene Wünsche für den Wiedereinstieg formulieren

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Ein offenes Gespräch mit Vorgesetzten und Kollegen hilft beim Wiedereinstieg (Foto: Pixabay)

Vielleicht merkst du, dass sich durch das Mamasein auch deine persönlichen Wünsche und Erwartungen an deinen Job verändert haben. Du möchtest ein anderes Projekt übernehmen? Deinen Arbeitsbereich auf ein anderes Gebiet ausweiten? In ein neues Team wechseln? Mehr oder weniger Verantwortung übernehmen? Öfter die Möglichkeit haben, im Homeoffice zu arbeiten? Natürlich lassen sich nicht alle Wünsche erfüllen. Aber je besser und konkreter du formulierst, wie deine Bedürfnisse aussehen, umso größer die Chance, dass sie auch umgesetzt werden.

Kinderbetreuung organisieren

Es ist DAS Thema schlechthin für alle (arbeitenden) Mütter: Einen Kita-Platz bzw. eine geeignete Betreuung für das Kind finden, während man arbeitet. Da Kita-Plätze in Großstädten inzwischen so begehrt (und rar) sind wie bezahlbare Wohnungen, beginnen viele Frauen schon währen der Schwangerschaft mit der Suche. Auf jeden Fall solltet ihr euch nicht auf eine Einrichtung verlassen, sondern euch bei mehreren Kitas bewerben. Eine Alternative zur Kita kann auch eine Tagesmutter, ein Au Pair, eine Nanny oder im besten Fall die Großeltern sein. Auf jeden Fall sollte man sich rechtzeitig um eine zuverlässige Kinderbetreuung kümmern!

Wer passt auf die Kinder auf, wenn du wieder im Job bist? Hilfreiche Tipps findest du hier.

Qualifikationen verbessern

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Die Elternzeit lässt sich auch für berufliche Weiterbildung nutzen (Foto: Unsplash)

Die Arbeitswelt heutzutage verändert sich schnell, zwölf Monate Elternzeit sind da schon eine relativ lange Pause. Insofern: Nutze die Zeit auch, um am Ball zu bleiben und deine Qualifikationen für den Wiedereinstieg auszubauen und zu verbessern. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Online-Tutorien, Web-Seminaren und Kursen, die dich in neuen Bereichen fit machen bzw. auf dem Laufenden halten. Zudem kann das auch eine spannende und inspirierende Abwechslung zur täglichen Mama-Kind-Routine sein. Qualifizierende Weiterbildungskurse findest du zum Beispiel über das Suchportal der Arbeitsagentur (kursnet), wo du ganz genau angeben kannst welche Art von Weiterbildung du machen möchtest, in welcher Region und in welchem Umfang der Kurs stattfinden soll.

Für Unterstützung sorgen

Gerade in den ersten Wochen des Wiedereinstiegs nach der Elternzeit kann es sein, dass du gestresst bist. Klar, schließlich muss man sich nach der Babyphase auch erst einmal wieder an das Arbeitsleben gewöhnen. Mute dir deshalb nicht gleich zu viel zu, setze dich nicht unter Druck! Sorge lieber für ausreichend Unterstützung. Vielleicht können dich deine Eltern oder Schwiegereltern in der ersten Zeit des Wiedereinstiegs besuchen und für ein wenig Entlastung sorgen. Oder du gönnst dir anfangs eine Haushaltshilfe, die regelmäßig die Wohnung putzt und dir etwas Hausarbeit abnimmt. Auch der Partner und Freundinnen oder Freunde sind in der Zeit gefragt. Weg vom Perfektionswahn! Du managst Job und Familie, so gut du es eben gerade kannst.

Wie andere Frauen Job und Familie erfolgreich unter einen Hut bekommen, erfährst du zum Beispiel in unserem Interview mit Smallable-Gründerin Cécile Roederer

 

 

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