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10 Dinge, mit denen Working Mums sofort aufhören sollten

MUM, Working mum

Rebekka Rein

Wir wissen: Den Spagat zwischen Kindern, Familie und Job zu schaffen, ist nicht leicht. Auch Politik und Gesellschaft legen Müttern gerne noch Steine in den Weg. Doch bevor alle in den Meckermodus verfallen und sich (natürlich zurecht) über zu wenig Teilzeitstellen und den Gender-Pay-Gap aufregen, atmet einmal durch und überlegt kurz: Sind wirklich immer nur die Umstände der Grund für unseren Stress? Oft machen wir Frauen es uns selbst unnötig schwer. Hier sind zehn Dinge, die wir uns schnell abgewöhnen können. Und schon wird der Alltag als Working Mum etwas entspannter.

 

1.  Nach Perfektionismus streben
Es klingt banal, weil wir genau wissen, dass es unmöglich ist, stets das Optimum zu erreichen. Aber dennoch versuchen wir es immer wieder! Tag für Tag ärgern wir uns, dass nicht alles planmäßig läuft (wie könnte es auch?) und versuchen mit ellenlangen To-Do-Listen Herrin der Lage zu bleiben. Diese Listen mögen ja ganz praktisch sein, um unseren Alltag zu organisieren, aber wie lang müssen sie eigentlich sein? Immer weiter wachsende Listen stressen eher, als dass sie helfen. Deshalb gilt: Setzt Prioritäten! Wetten, auf euren Listen stehen viele Punkte, die nicht wirklich wichtig sind, oder auch von anderen erledigt werden können (wöchentlich Staub wischen, Stromvertrag wechseln um 20 Euro im Jahr zu sparen, Mitgliederversammlung im Musikverein… ). Los, streicht sie gleich mal durch! Ist das nicht erleichternd?!

2. Mitglied sein im Fitnessstudio
Es spricht ja überhaupt nichts dagegen, sich fit zu halten oder durch Sport einen Ausgleich zum Alltag zu schaffen. Aber muss es wirklich der regelmäßige Besuch im Fitnessstudio sein? Wenn euch dieser nicht riesengroßen Spaß bereitet, überlegt doch mal, ob ihr nicht lieber in der Nachbarschaft ein paar Runden joggen geht oder euch eine Yoga-DVD zulegt. Beides könnt ihr genau dann machen, wann es euch gerade passt. Ohne schlechtes Gewissen, wenn ihr einmal aussetzt. Das spart Zeit und Geld, ist ungezwungener und setzt euch weniger unter Druck.

3.  Sich mit andern Müttern vergleichen
Ja, ja: Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite des Zaunes. Und trotzdem werfen wir taxierende Blicke auf das Leben anderer Mütter. Deren Kinder schlafen natürlich schneller ein und durch, essen freiwillig Gemüse und sind allem Anschein nach durch die Bank hochbegabt. Glaubt nicht all die Lobeshymnen, die Mütter auf ihren Nachwuchs singen. Das muss nicht immer so stimmen. Und wenn schon: Schön für sie! Es gibt keinen Fahrplan für die Entwicklung von Kindern, alles hat seine Zeit. Und ist euer Kind nicht trotz allem das Schönste, Süßeste und Schnuckeligste von allen. Tauschen? Niemals!

Foto: Cayton Heath / unsplash.com

Foto: Cayton Heath / unsplash.com

4. Den Partner bevormunden
Männer engagieren sich inzwischen ganz selbstverständlich im Haushalt. Toll, das haben wir ja immer gefordert. Aber können sie es uns recht machen? Kaum. Hand aufs Herz: Wie oft schreibt ihr eurem Partner vor, welchen Lappen er zu benutzen hat oder faltet die von ihm zusammengelegte Wäsche hinterher noch einmal neu (ordentlich und mit System). Das können wir uns eigentlich sparen, oder?! Die Welt geht nicht unter, wenn die Wäsche ein bisschen zerknittert ist und im Schrank nicht alles akkurat an seinem Platz liegt. Gebt Aufgaben ab, lehnt euch zurück und entspannt. Das ist besser für euch, für die Beziehung und für die Familie.

5. Über andere Mütter lästern
Warum hören wir nicht endlich damit auf, das Verhalten anderer Mütter kritisch zu beäugen und es hinter deren Rücken zu kommentieren? Warum sehen wir alles so dogmatisch und lassen uns darüber aus, wenn Frauen nicht stillen oder nicht arbeiten gehen? Statt andere Mütter als Konkurrentinnen zu betrachten, sollten wir sie als das sehen, was sie sind: Gleichgesinnte, Kolleginnen, Schwestern im Geiste. Statt über andere zu lästern, sollten wir uns vernetzen, zusammentun und überlegen, wie wir Mütter uns gegenseitig unterstützen können.

6. Die Zeit nur um die Aktivitäten der Kinder herum planen
Dass ihr im Publikum seid, wenn das Kind das erste Fußballturnier spielt oder ein Auftritt mit dem Kinderchor angesagt ist, versteht sich von selbst. Aber ihr müsst nicht bei jedem Training zuschauen und bei allen Terminen dabei sein. Kuschelt euch lieber hinterher mit dem Sprössling aufs Sofa und lasst euch die Highlights berichten. Das zeigt, dass ihr die Kids ernst nehmt und sich für sie interessiert. Auch müsst ihr die Kids nicht immer persönlich überall hinkutschieren. Zu vielen Orten können Kinder ab einem gewissen Alter sicher alleine (oder mit Freunden) gehen. Übt den Weg, macht feste Absprachen und vertraut eurem Nachwuchs. Die Kleinen wachsen an der Selbständigkeit.

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Foto: Brandon Morgan / unsplash.com

 

7. Ständig “sorry” sagen
Das Abendessen sieht nicht so ansprechend aus wie im Kochbuch, Gäste kommen spontan und die Fenster sind schon vier Monate nicht geputzt oder wir müssen ausnahmsweise das Büro pünktlich verlassen, um das Kind abzuholen – schon bricht eine Schwall von Entschuldigungen aus uns heraus. Was soll das? Wir können es nicht allen recht machen und lassen uns nur allzu oft von Selbstzweifeln zerfressen. Frauen sind groß darin, sich klein zu machen und leben oft mit der Angst, als Versager oder Nichtskönner entlarvt zu werden. Hört auf damit, euch ständig zu entschuldigen. Ihr gebt euer bestes und jemand ganz wichtiges, sieht das auch: Eure Kinder, für die ist Mama nämlich einfach die Größte.

8. Nachtschichten einlegen
Viele Working Mums haben erst wenn die Kinder im Bett sind Zeit, sich um den Haushalt und andere private Angelegenheiten zu kümmern. Achtet trotzdem darauf, dass ihr nicht zu spät ins Bett geht. Schlafmangel hinterlässt nicht nur unschöne Spuren in unseren Gesichtern, sondern kann auf Dauer auch krank machen. Depressionen, Kopfschmerzen und Gewichtsprobleme können die Folge sein. Hört auf euren Körper und legt euch schlafen, wenn ihr müde werdet. Auch wenn dann noch nicht alles erledigt ist. Wie in Punkt 1 geschrieben: Nicht alles auf der To-Do-Liste, ist wichtig und unaufschiebbar.

9. Alles für die Kids regeln
Das Kind schreibt eine 3 und schon wollt ihr die Lehrerin um ein Gespräch bitten? Es gab auf dem Schulhof eine Rangelei und ihr wollt die Mutter des Grobians zur Rede stellen? Das kostet Zeit und Nerven. Und ist obendrein gar nicht nötig. Ihr tut den Kindern keinen Gefallen, wenn ihr ihnen alles unangenehme abnehmt und euch schützend vor sie stellt. Die Kleinen stecken viel mehr weg als ihr denkt und Eltern interpretieren Streitereien oder Schulprobleme oft viel dramatischer. Die Kids müssen aus Fehlern und Misserfolgen lernen, daran wachsen sie und werden stärker. Hört ihnen aufmerksam zu, wenn sie von Reibereien berichten und macht Vorschläge, wie sie es regeln können. Dann überlasst es den Kids, es auf ihre Art zu klären.

10. Die eigenen Hobbys aufgeben
Das klingt leichter gesagt als getan. Woher neben Job, Haushalt und Quality-Time mit den Kids die Zeit dafür nehmen? Wir sagen euch: Wenn ihr euch regelmäßig eine Stunde Auszeit verschafft um zu musizieren, zu malen oder Sport zu machen, habt ihr hinterher die doppelte Power, um alles zu wuppen. Aber denkt daran, was oben steht: Habt bloß kein schlechtes Gewissen oder entschuldigt euch für diesen kleinen “Luxus”.

Foto Teaser: Josh Felise / unsplash.com
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