Geburtsfotos: Die berührende Bildausstellung „Birth“

MUM, Medien

Stefanie Staiger

Geburtsfotos haben in jüngster Vergangenheit an Popularität gewonnen. Galt es früher noch als Tabu, diesen intimen Moment mit der Kamera festzuhalten, so gibt es heute eine Vielzahl von ästhetischen und sehr berührenden Bildern. Aktuell widmet sich die Ausstellung "Birth" in London dem Thema. Sehenswert!

Andi Gáldi Vinkó: „Growing“ (Foto: Courtesy of the artist and Gallery TJ Boulting)

Jede Geburt ist ein einmaliges Ereignis. Mal schnell und wie eine Naturgewalt. Mal ein sich über Stunden hinziehender Kraftakt. Immer sind die Frauen aufs Äußerste gefordert. Und egal, wer ihnen in diesem Moment zur Seite steht: Partner, Freundin, Mutter, Hebamme, Doula, Arzt – für alle Beteiligten ist das Erlebnis und die Freude, wenn ein Baby gesund zur Welt kommt, unbeschreiblich. Geburtsfotos versuchen, die Emotionen, die Anspannung, die Stärke, das Glück dieser Momente während der Geburt einzufangen. In London dokumentieren derzeit verschiedene Künstler in der Ausstellung „Birth“ ihre visuellen Eindrücke.

„Nicht jede Geburt ist glücklich“

Teil der Ausstellung: Das Foto „New Life“ von Berber Theunissen (Foto: Berber Theunissen)

Es gehe in der Ausstellung aber nicht nur darum, Geburten als „happy“ darzustellen, erklärt die Kuratorin Charlotte Jansen. „Die Geburt ist nicht immer eine glückliche Erfahrung – wie die visuelle Kultur uns glauben machen möchte“, sagt sie. Unabhängig davon, ob Frauen gebären oder nicht, wird der weibliche Körper politisch und medizinisch überwacht und durch seine Fruchtbarkeit bestimmt. „Von der ersten Menstruation bis zur Menopause sind Frauen nie wirklich frei von der Frage der Geburt“, so die Kuratorin. Konventionelle Ideen zur Geburt sind nur ein Teil des Bildes: Fehlgeburten, Unfruchtbarkeit und Schwangerschaftsabbrüche bleiben trotz der großen Zahl von Menschen, die sie betreffen, ein Tabu“, sagt Charlotte Jansen.

Die Bilder demonstrieren weibliche Stärke und Schönheit

Siân Davey „Labour“ (Foto: Courtesy of Michael Hoppen Gallery)

Die Künstler setzen sich in unterschiedlicher Weise mit dem Thema Geburt und dem weiblichen Körper auseinander. Was sie jedoch eint, ist der Respekt, die Bewunderung und die Faszination für diesen Moment weiblicher Stärke und Schönheit. Mit Bildern und Videos vertreten sind unter anderem Paula Rego, Rachel Howard,  Tracey Emin, Hester Finch, Charlotte Colbert,  Agnès Varda, Hermione Wiltshire und Aviya Wyse. Die Ausstellung „Birth“ ist noch bis zum 09. November 2019 zu sehen in der TJ Boulting Galerie in London.

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