Brustentzündung: 5 Notfall-Tipps, die wirklich helfen

MUM, Wohlfühlen

Stefanie Staiger

Für jede stillende Mama ist eine Brustentzündung ein absoluter Albtraum! Die Symptome sind ähnlich wie bei einer Grippe. Hinzu kommen starke Schmerzen und ein oftmals fast unerträgliches Spannungsgefühl in den Brüsten. Wir haben 5 Notfall-Tipps, die bei einer akuten Brustentzündung helfen können.

Eine Brustentzündung (Mastitis) wird oft durch einen Milchstau beim Stillen ausgelöst. Auch Verletzungen der Brustwarzen können eine Ursache sein, da hier Bakterien eindringen können. Die Symptome sind meist ein starkes Spannen der Brüste, verbunden mit Schmerzen und dem Gefühl, dass sich die Brust verhärtet. Kommt dann noch Fieber hinzu, handelt es sich um eine Brustentzündung. Auch Kopf- und Gliederschmerzen können auftreten. Was hilft im akuten Notfall?

1. Weiter stillen

Es ist schmerzhaft, aber trotzdem ist weiter stillen erst einmal das Beste, denn sonst staut sich noch mehr Milch an und das Druckgefühl wird noch stärker.  Ist das Anlegen an der erkrankten Brust nicht möglich, hilft es, die Milch vorsichtig zur Brustwarze hin auszustreichen oder mit der Milchpumpe abzupumpen.

2. Wärme

Hilfreich kann auch sein, die verhärtete Brust vor dem Stillen anzuwärmen, zum Beispiel mit warmen Umschlägen oder warmem Duschen. Dann fließt die Milch leichter. Auch eine kleine Wärmflasche, die man auf die Brust legt, kann gut tun und entspannen.

3. Kalte Kompressen oder kühlende Wickel

Zwischen den Stillmahlzeiten kann man Kühlpads (in ein Tuch gewickelt), Kompressen aus kühlendem Quark oder Wickel aus frischen Weißkohlblättern direkt auf den entzündeten Bereich legen. Der Brustwarzenhof und die Brustwarze sollten ausgespart werden. Ein kalter Waschlappen hat einen ähnlichen Effekt, wird aber schnell wieder warm. Diese Anwendungen sollten immer nach dem Stillen erfolgen, oder nachdem ihr die Brust durch sanftes ausstreichen oder abpumpen erleichtert habt. Lasst euch das ausstreichen am besten einmal von eurer Hebamme zeigen.

 

Quarkwickel bei Brustentzündung selber machen

Quarkwickel sind kühlend und entzündungshemmend | Collage: Lunamum.de

Ihr benötigt:
500 g Quark (reicht für mehrere Wickel)
Küchenpapier
Handtuch
Mit einem Messer streicht ihr eine fingerdicke Schicht kalten Quark auf ein Küchentuch und faltet es zusammen. Wenn ihr es kurz liegen lasst, bis dass Papier feucht ist, lässt es sich sehr gut formen. Dann legt ihr das Papier mit dem Quark um die Brust, und spart dabei die Brustwarze aus. Eine tolle Idee ist es, runde Kreise mit Loch in der Mitte aus dem Küchenpapier zu schneiden, so wie Jana Friedrich vom Hebammenblog es beschreibt. Wenn der Quarkwickel auf der Brust liegt, deckt ihr ihn noch mit einem Handtuch oder kleinen Baumwolltuch ab. Unter einem elastischen Bustier oder Top lasst ihr den Quarkwickel einwirken bis er vollständig durchgewärmt ist, um dann je nach Bedarf den nächsten aufzulegen. Danach die Quarkreste einfach mit einem feuchten Tuch abwischen.

4. Schmerzmittel und Ruhe

Stress ist ein weiterer Auslöser für eine Brustentzündung. Und je mehr du dich unter Druck setzt, umso schlimmer wird es. Versuche, gelassen zu bleiben. Lass dir von Partner und Freunden helfen und gönne dir zwischendurch Ruhe und – wenn möglich –  Schlaf. Auch Schmerzmittel wie zum Beispiel Ibuprofen helfen. Es geht nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Deshab kann es während der Stillzeit auch kurzzeitig eingenommen werden.

5. Professionelle Hilfe suchen

Wenn die Beschwerden nach 24 bis 48 Stunden nicht besser werden oder sich verschlechtern, muss unbedingt die Hebamme, eine Stillberaterin oder der Arzt aufgesucht werden. Dann sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Bakterien beteiligt und es hilft meist nur noch ein Antibiotikum. Es gibt eine Reihe von Antibiotika, die auch während des Stillenseingenommen werden können. Abstillen ist für viele Mütter der letzte Ausweg. Doch das Durchhalten lohnt sich. Oft kommt mit professioneller Hilfe der Milchfluss auch wieder in Gang. Zur Not kann auch mit Folgemilch zugefüttert werden. Auch hier sagen Arzt, Hebamme oder Stillberaterin, was individuell am besten ist.

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