Working Mum

Mamas erzählen ihre Gründergeschichte: Interview mit Isabelle Flandorfer von Mother’s Finest

MUM, Menschen, Working mum

Immer mehr Frauen gründen ihr eigenes Unternehmen. Besonders wenn sie Mütter werden oder es bereits sind. Die „Mompreneurs“, so die neudeutsche Bezeichnung für die Gründerinnen, liegen derzeit voll im Trend. Warum ist das so? Wir haben Frauen gefragt, wie sie Familie und Job als Selbstständige unter einen Hut bekommen. Eine davon stellen wir euch hier vor: Isabelle Flandorfer, Gründerin und Betreiberin des Blogs "Mother´s finest".

Isabelle Flandorfer gehört zu den erfolgreichen Gründerinnen. Sie betreibt den Blog “Mother´s Finest” und ist Mama von drei Kindern.

Interview: Isabelle Jänchen

Isabelle Flandorfer Working MumLuna mum: Warum hast du deinen Blog während der Schwangerschaft gegründet?

Isabelle Flandorfer: Weil ich während meiner Schwangerschaft 2013 mit meinem dritten Kind entdeckt habe, was sich alles im Mama-Kind-Sektor tut, wie viele neue Labels gegründet werden, dass Onlineshops für Mama und Kind entstehen. So viel hat sich seit den Schwangerschaften mit meinen Großen getan, die 2002 und 2005 auf die Welt kamen. Meine Entdeckungen wollte ich im Blog teilen.

Wie lassen sich eine Schwangerschaft und ein eigenes Business miteinander vereinbaren? Wie bist du an die Sache herangegangen?

Ich bin sehr unschuldig und unbedarft an die Sache herangegangen. Ich hatte keinen Businessplan, hatte keine Ahnung, dass man mit dem Blog Geld verdienen könnte. Es hat mir Spaß gemacht und mich gar nicht gestresst. Ich wollte einfach andere Mütter inspirieren und ihnen die Suche nach den schönen Dingen rund um Mama und Kind erleichtern.

Hast du neben dem Blog einen zweiten Job?

Nein. Ich blogge hauptberuflich, seit zwei Jahren rechnet sich das auch finanziell.

Wie vereinbarst du Familie und Beruf?

Früher habe ich die Nächte durchgebloggt. Das versuche ich mir jetzt besser einzuteilen, denn es reibt einen auf. Dennoch kann es natürlich vorkommen, dass ich bis spät in die Nacht sitze, um einen Beitrag fertig zu machen. Meine Kinder gehen in die Schule und in den Kindergarten, da versuche ich dann, am Vormittag meine Termine wahrzunehmen und den Großteil meiner Arbeit bis 14 Uhr zu erledigen, was nicht immer gelingt. Wenn ich zu Terminen ohne Kinder muss, springt schon mal mein Mann ein oder ein Kindermädchen, das stundenweise aufpassen kommt.

Wie ging es weiter, als deine Tochter da war?

Ich habe in der Schwangerschaft zu bloggen begonnen und als sie da war, habe ich einfach weitergebloggt. Damals war ich aber zum Beispiel noch gar nicht auf Instagram als Blog aktiv, habe auch wesentlich unprofessionellere Fotos veröffentlicht und keine großen Kooperationen gehabt. Es war also viel relaxter und mehr Hobby als Beruf.

Deine Bilanz – was sind die Vorteile für Gründerinnen? War es der richtige Zeitpunkt für dich?

Ja, ich denke, dass es definitiv ein guter Zeitpunkt war, 2013 zu starten. Es gab noch nicht so viele Mamablogs, man konnte noch viel probieren und seine Nische finden. Jetzt herrscht schon ein großer Druck, regelmäßig abzuliefern und von Beginn an sehr professionell aufzutreten. Das war damals noch nicht so, das habe ich schon genossen. Auch wenn ich mir manchmal fixe Arbeitszeiten wünschen würde, mein Homeoffice oft sehr mit dem Familienalltag verschwimmt und vieles nebenbei passieren muss, möchte ich nicht tauschen. Die Flexibilität ist einfach enorm und mein eigener Boss zu sein, das hat schon etwas.

Weitere Porträts von erfolgreichen Gründerinnen findet ihr in der Luna mum 29!
Weitere Themen des Heftes findet ihr hier.

Fotos: Mother’s Finest, istock

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