Hautkontakt und Kuscheln: Wieso die Bindung zum Baby so wichtig ist

BABY, Pflege, Wissen

Bonding - die Bindung zum Kind stärken ist für beide Elternteile wichtig. Welche essentiellen Faktoren entscheidend sind und den maßgeblich Beziehungsaufbau unterstützen, erfährst du im folgenden Artikel.

Hautkontakt und Kuscheln: Wieso die Bindung zum Baby so wichtig ist und wie du sie aufbaust.

Die Bindung zum Baby entsteht bereits im Mutterleib. Schon während der Schwangerschaft beginnt das Ungeborene, sich an Umgebungsgeräusche zu gewöhnen, Stimmen wahrzunehmen und auf Bewegungen der Mutter zu reagieren. Direkt nach der Geburt geht diese besondere Bindung weiter. Sie muss jedoch gepflegt und gefördert werden, um eine langfristige, tiefe Beziehung aufzubauen sowie dem Baby das Gefühl von Geborgenheit und Ruhe zu vermitteln.

Der erste Körperkontakt: Bonding

Sobald das Baby das Licht der Welt erblickt, wird es den Eltern – in den meisten Fällen der Mutter – nackt und in Bauchlage auf die Brust gelegt. Das sogenannte Bonding ist ein entscheidendes Ereignis und der erste Schritt der postnatalen Elternbindung. Durch die warme Brust der Mutter oder des Vaters, kann das Neugeborene zur Ruhe kommen und sich entspannen, da es die gewohnten Herztöne der Mutter spürt. Folgende entscheidenden Vorteile bietet das Bonding:

    • Ruhe sowie Entspannung bei Mutter bzw. Vater und Baby
    • Regulierung von Temperatur und Herzschlag des Babys
    • Positive Auswirkungen auf Verdauung und das Stillverhalten

 

© Prostock-studio/Shutterstock

 

Kangarooing bei Frühgeborenen

Handelt es sich bei Ihrem Baby um ein Frühchen, so ist es umso wichtiger, mithilfe des sogenannten Kangarooings den Haut-zu-Haut-Kontakt zu fördern. Wie auch beim Bonding wird dabei das Baby nackt auf die nackte Brust der Mutter oder des Vaters gelegt. Zusätzlich können auch Tragetücher genutzt werden, die wie bei einem Känguru eng am Körper getragen werden und so eine besonders enge körperliche Nähe erzeugen. Wie du die besondere Tragetechnik am besten bindest, erfährst du hier.

Gemeinsames Kuscheln, Ruhe und Hautkontakt

Um auch langfristig eine feste Beziehung zu Ihrem Baby aufzubauen, solltest du außerdem bewusst auf Ablenkungen verzichten und in Gegenwart Ihres Neugeborenen Ruhe ausstrahlen. Dies vermittelt eine Atmosphäre, die es Ihrem Kind erleichtert, sich fallen zu lassen und sich zu entspannen. Zudem solltest du Unterbrechungen, beispielsweise beim Stillen, vermeiden, um diese wichtigen Momente nicht unnötig zu stören.

Auch das Tragen in einem speziellen Tuch – wie beim Kangarooing – ist sowohl für die Mutter, als auch den Vater eine gute Möglichkeit, Körperkontakt herzustellen und die Beruhigung des Babys zu unterstützen. Durch die freien Hände kannst du außerdem nebenbei noch andere Aufgaben erledigen, ohne dabei den Schlaf deines Babys zu stören oder es ablegen zu müssen.

Ein weiteres beliebtes Mittel, um die Bindung mit dem Baby zu festigen, ist gemeinsames Kuscheln. Gerade berufstätige Elternteile kommen dabei oft zu kurz. Nimm dir daher regelmäßig die Zeit als Familie, gemeinsam mit dem Neugeborenen zu kuscheln oder ein gemeinsames Bad zu nehmen. Auch eine Babymassage kann die Beziehung nachhaltig stärken und ebenso dein eigenes Wohlbefinden verbessern.

© Tanja Nikolaenko/Shutterstock

 

Nicht nur der Körperkontakt ist entscheidend

Doch natürlich kannst du das Baby nicht die ganze Zeit am Körper tragen und mit ihm kuscheln. Daher ist es wichtig, das Baby auch am Tagesgeschehen teilhaben zu lassen. Das funktioniert zu Beginn besonders gut in einem klassischen Stubenwagen, den du immer in den Raum rollen kannst, in dem du sich gerade aufhältst. Wenn du in der Küche beschäftigt bist, ein paar ruhige Minuten auf der Couch genießt oder Wäsche bügelst – achte dabei darauf, dass dein Baby immer bei dir ist. Zwar schlafen die Kleinen gerade in den ersten Monaten viel, sie nehmen dabei aber dennoch die Umgebung wahr. Lasse dein Kind deshalb immer die Nähe zu dir spüren und bette es dabei weich. So fühlt sich Ihr kleiner Schatz rundum wohl und geborgen. Ist dein Liebling schon etwas älter, sind Wippen eine ideale Alternative zu Stubenwägen. Denn auch diese lassen sich problemlos überall in der Wohnung aufstellen, damit du dein Kind immer bei dir hast. So hat das Baby die Möglichkeit, Geräusche aus der Umgebung wahrzunehmen und am Geschehen – zumindest passiv – teilzunehmen. Ein entscheidender Faktor, um eine intensive Bindung zum Kind aufzubauen.

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