Deliciously Ella – Ella Mills erzählt von ihrem neuen Buch und der ersten Schwangerschaft

FAMILIE, Food, Menschen, SCHWANGERSCHAFT

Stefanie Staiger

Mit dem Blog "Deliciously Ella", ihren Büchern, ihrem Restaurant & Deli und ihren eigenen Produkten ist Ella Mills sehr erfolgreich. Wir hatten ein angenehmes Gespräch mit ihr über ihr neues veganes Kochbuch und ihre Schwangerschaftsgelüste.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Buch. Das sind alles ganz wundervolle Rezepte. Hast Du einen persönlichen „Dauerbrenner“?

Vielen Dank! Das Buch ist die Essenz von allem, was ich am veganen Kochen und Essen liebe: Es ist lebhaft, warm, farbenfroh, reichhaltig und es macht so viel Spaß, die Rezepte auszuprobieren. Es ist wirklich schwer, einen Favoriten zu wählen. Ich bin fast süchtig nach dem srilankischen Curry, das mit Butternuss- Kürbis, Süßkartoffeln und gerösteten roten Paprikas gekocht und dann mit roten Zwiebeln, grünem Chili, Knoblauch, Gewürzen und Kokosmilch gemischt wird. Ich liebe auch den cremigen Artischocken- und Edamame-Dip, den ich mit schwarzem Reis, Piquillio-Pfeffer und Pistazien-Salat serviere. Bei den Süßigkeiten sind die Brownies quasi ein Grundnahrungsmittel in meinem Leben, ebenso wie die Mango-Flapjacks und das Bananenbrot.

Wie fängst du deinen Tag normalerweise an? Was ist deine Morgenroutine?

Ich mache täglich Yoga. Es macht immer den Kopf frei und schafft Raum, um klar zu denken. Normalerweise praktiziere ich von 6.30 bis 7.30 Uhr. Gegen 7.45 Uhr komme ich nach Hause und schalte dann erst mein Handy ein. Ich gehe dann in unser Feinkostgeschäft zur Arbeit, aber frühstücke dort auch erstmal. Mein Lieblingsgericht morgens ist eine Schüssel von unserem Bircher-Müsli mit Kokosmilch, Erdnussbutter und Bananenscheiben.

@Ella Mills

Du und dein Mann führen das Geschäft zusammen und haben zudem ein Delikatessengeschäft, sieben Sortimente in Supermärkten, schreiben Bücher, führen eine App, einen Podcast und pflegen Ihre Social Media-Kanäle  – wie schaffst du das? Fühlst du dich manchmal gestresst?

Es kann schon manchmal anstrengend sein. Wir haben ein Team von etwa vierzig Leuten und sind derzeit in etwa 6.000 Filialen in Großbritannien vertreten. Es gibt also jeden Tag viel zu erledigen. Aber ich liebe das, was wir tun, und würde es für nichts in der Welt eintauschen. Es hat unglaublich dazu beigetragen, eine Gemeinschaft gleichgesinnter Menschen aufzubauen.

Was hilft dir gegen Stress?

Ich denke, Selbstfürsorge ist das wirksamste Mittel gegen Stress. Es gab eine Zeit, in der ich das vernachlässigt habe. Aber es ist erstaunlich, wie viel besser es einem geht und man mit dem alltäglichen Stress klarkommt, wenn man sich gut um sich kümmert. Yoga ist für mich mein täglicher Schlüssel. Diese eine Stunde des Atmens, Bewegens, Dehnens und Öffnens wirkt Wunder für meine körperliche und geistige Gesundheit. Ansonsten versuche ich natürlich, lecker und gesund zu essen, vor dem Schlafengehen ein Bad zu nehmen, zwischen Meetings mit dem Hund spazieren zu gehen, viel Zeit außerhalb der Arbeit mit meinem Mann zu verbringen oder einen guten PodCast in der U-Bahn zu hören.

Zucchini-Paprika-Muffin @Berlin Verlag

Alle deine Rezepte sind vegan. Die Anzahl der Menschen, die vegan essen und leben, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Denkst du, dass das nur ein Trend ist, oder interessieren sich die Menschen wirklich mehr für ihre Gesundheit, für die Umwelt und für Nachhaltigkeit?

Ich glaube nicht, dass vegane Ernährung nur ein schnelllebiger Trend ist. Ich glaube wirklich, dass das bleiben wird. Es ist schwer, sich unserer Entscheidungen heutzutage nicht bewusst zu machen. Je mehr wir über den Klimawandel und die menschliche Gesundheit wissen, umso bedeutender wird es, ganz konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Für mich geht es darum, die vegane Ernährung so interessant, schön, aufregend und vor allem lecker zu machen wie möglich. Denn wenn etwas nicht angenehm ist, wird es zu keiner nachhaltigen Veränderung im Leben führen.

Als Anfänger – mit welchem Rezept sollte man einsteigen?

Mit dem Fünf-Bohnen-Chili. Es ist so simpel, wird mit einfachen Zutaten zubereitet und eignet sich auch gut für größere Mengen. Ich brate Knoblauch, Sellerie und Zwiebeln an, bevor ich frische Chilibohnen, Rosmarin, Thymian und Tomatenpüree hinzugebe. Das Ganze wird mit schwarzem Pfeffer gewürzt und köchelt, bis sich eine schöne, dicke Konsistenz ergibt. Ich serviere dazu wenn ich für Freunde koche gerne unser schwarze Bohnen-, Koriander- und Chili-Maisbrot. Wenn ich es alleine esse, dann mit einer Prise Limette und einem Kleks Kokosnuss-Joghurt. Dazu passt brauner Reis.

„Deliciously Ella. The Plant-Based Cookbook“ @Berlin Verlag 2019

Mögen auch Kinder ihre Rezepte?

Ja, sehr sogar! Ich bekomme eine Menge Fotos und Emails von Müttern, die meine Gerichte mit ihren Kindern kochen und die ganze Familie liebt sie.

Wo wir gerade von Kindern sprechen: Du erwartest ihr erstes Baby. Bist du sehr aufgeregt?

Mein Mann und ich freuen uns sehr. Es ist eine unglaubliche, surreale, überwältigende und einfach brillante Reise, auf der wir gerade sind. Und wir sind sehr nervös beide (lacht). Aber die Vorfreude auf das Baby ist riesig.

Gibt es etwas, das Sie aufgehört haben zu essen – oder angefangen haben mehr zu essen – seit sie schwanger sind?

Ich versuche, meinem Körper besonders intensiv zuzuhören und ihm das zu geben, was er gerade braucht. Und das scheint sich jeden Tag zu ändern. Ich fühlte mich in den ersten zwölf Wochen ziemlich krank und konnte nur sehr einfaches Essen zu mir nehmen: Viel Toast, Haferbrei, Müsli und Kartoffeln. Gleichzeitig habe ich mich nach scharfen Aromen gesehnt und hatte Lust auf Zitrone und Artischocken! Die letzten sechs Wochen waren wieder etwas normaler und ich habe angefangen, auf meine alten Favoriten zurückzugreifen: Dal mit Kokosjoghurt, braunem Reis und Avocado beispielsweise. Lecker!

 

Ella hat ihr Baby am 2. August bekommen. Herzliche Glückwünsche aus der Luna mum Redaktion!

 

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Almost 24 hours of total bliss 🥰 Haven’t slept for a second but never ever been happier ❤️

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Teaser- und Sliderbild: Ella Mills

 

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