Digital Detox, unsplash, 2017

Gut für dich, gut fürs Kind: 7 Tipps, wie Digital Detox funktioniert

Job, MUM

Warum es für uns und für unsere Kinder wichtig ist, öfter einmal auf Digital Detox zu schalten und 7 Tipps, wie es funktioniert.

Vermutet hat man es ja schon lange, aber die Blikk-Studie hat es noch einmal wissenschaftlich bestätigt: Eine intensive Mediennutzung kann bei Kindern zu Entwicklungsstörungen führen. Neu an der Studie ist, dass sie auch die Auswirkungen des Medienverhaltens der Eltern auf Babys und Kleinkinder untersucht hat. Das Ergebnis ist bedenklich.

Die Forscher kamen nämlich zu dem Schluss, dass es bei Säuglingen zu Fütter- und Einschlafstörungen kommen kann, wenn die Eltern während der Betreuung parallel digitale Medien nutzen. Hier lasse sich ein signifikanter Zusammenhang feststellen. Schädliche Folgen ließen sich auch bei Kita-Kindern nachweisen. 70 Prozent von ihnen spielten mehr als eine halbe Stunde täglich mit dem Smartphone der Eltern. Dies könne zu motorischer Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen und Sprachentwicklungsstörungen führen. Die Kinder seien unruhig und leicht ablenkbar.

Umso wichtiger, dass wir als Eltern öfter mal ganz bewusst in eine Phase des Digital Detox gehen. Hier sind ein paar Tipps:

Offlinezeiten anmelden

Working Mums machen täglich einen Spagat zwischen Familie und Job. Und das schlechte Gewissen beidem nicht wirklich genügen zu können, ist immer mit dabei. Klare Absprachen im Job helfen, sich gegen den Druck des Ständig-erreichbar-Seins zu wehren. Klar geht man ans Handy, wenn ein wichtiger Auftrag in Arbeit ist und die Kollegen Rückfragen haben könnten. Wenn nicht, ist es eine reine Erziehungssache den Teammitgliedern klar zu machen, dass man nach den Bürozeiten nicht wegen jeder Kleinigkeit telefonisch zur Verfügung steht. Und mal ganz ehrlich: Selten ist etwas so wichtig, dass es nicht auch noch am nächsten Morgen geklärt werden könnte. Also entspannt euch!

Schnelle Entspannungstipps für Working Mums findest du hier.

Die Emailflut eindämmen

Laut Studien brauchen wir inzwischen einen ganzen Arbeitstag, um unsere elektronischen Nachrichten zu bearbeiten. Und noch schlimmer: Wir werden durch eingehende Mails ständig aus der Konzentration gerissen. Für „Schreibtischtäter“ ist es also entscheidend, sich feste Zeiten für die Emailbearbeitung einzurichten. Eine halbe Stunde zu Beginn des Arbeitstags um das Wichtigste zu beantworten, eine halbe Stunde gegen Ende. Benachrichtigungen unbedingt ausstellen, sonst ist die Verführung kurz zu gucken wer was schreibt viel zu groß.

Augenkontakt suchen

Es ist eine Unart – und trotzdem ertappt sich jeder einmal selbst dabei: Jemand spricht mit einem und man schaut währenddessen aufs Smartphone und checkt parallel eine Nachricht, eine Mail, ein Instagram-Bild. Darum gilt: Wenn die Kinder etwas erzählen oder Baby vor sich hinplappert, bitte unbedingt hinhören – und auch hinsehen. Ungeteilte Aufmerksamkeit heißt das Stichwort, das das Familienleben glücklicher macht.

Die Kamera bleibt aus

Die ersten Schritte, das erste Wort, das erste Mal selbst den Löffel zum Mund geführt… Es gibt viele Baby-Momente, die wir festhalten wollen. Aber bis wir das Smartphone gezückt haben, ist der Augenblick wahrscheinlich schon wieder vorbei. Also: Zusehen, sich freuen, genießen. Viel besser als das Leben mit Kindern nur durch die Kamera zu betrachten und das Beste dabei zu verpassen.

Neues Online-Zeitmanagement

Erledige die Dinge, die du privat online machen musst gebündelt. Inzwischen sind die Geräte ständig im Standby-Modus und damit natürlich auch immer griffbereit. Dabei ist es viel besser, sie nach getaner Arbeit oder Aufgabe, bewusst abzuschalten.

Bewusst offline bleiben

In jeder Familie sollte es digital-freie Zeiten geben. Abends beim Bettgehritual, morgens beim gemeinsamen Frühstück, beim Familienessen, beim Restaurantbesuch, sonntags… Ganz Mutige bleiben inzwischen tageweise offline. Wer es ausprobiert wird schnell merken, wie wenig man dabei tatsächlich verpasst.

Das Handy bleibt draußen

Das sollte vor allem für die Schlafräume gelten. Wissenschaftler haben längst bewiesen, dass die Strahlung der Bildschirme uns am Einschlafen hindert, weil sie die Bildung von Schlafhormonen hemmt. Eine Stunde vor dem Zubettgehen empfiehlt es sich also, Laptop, Handy etc. auszuschalten. Am besten, die Geräte bleiben nachts nicht im Schlafzimmer, vor allem wenn sie auf Stand-by sind. Der Schlaf ist einfach weniger erholsam, wenn ein Blinken, Fiepen oder was auch immer stört.

Du machst alles richtig und hast trotzdem Schlafprobleme. Hier findest du ein paar Tipps für erholsamen Schlaf.

 

 

 

Bild: unsplash

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