Die besten Serien des Jahres 2016

FAMILIE, Medien

2016 ist fast vorbei. Doch bevor wir das neue Jahr begrüßen lasst uns nochmal einen Blick zurück werfen auf die Serien-Highlights aus 2016. Wir haben für euch eine Top 10 Liste unserer  persönlichen Lieblings-Serien aus 2016 getroffen!

The Get Down
thegetdown
Die Entstehung des Hip Hop in den späten 70er-Jahren: Mit dem Netflix Original »The Get Down« lief in diesem Jahr wohl eine der kultigsten Serien überhaupt. Streetart, Mode, Musik – Produzent Baz Luhrmann, unter Anderem bekannt durch Verfilmungen wie »Moulin Rouge« oder »Der große Gatsby«, mixt in »The Get Down« dokumentarische Ausschnitte mit Musikvideo-Elementen. Die Serie handelt von der Entwicklung einer neuen Musikform zwischen Plattentellern und Sprechgesang. Prägende Künstler wie Grandmaster Flash feiern dort ihren Karriereweg. Hip-Hop trifft auf Gospel, Disco, Funk und Jazz – ergänzt durch ein großartiges Kostümbild.
Ausgewählt von Stefanie Baumgärtner

Goliath

goliathBilly McBride (Billi Bob Thornton) war einmal ein erfolgreicher Anwalt. Inzwischen verbringt er mehr Zeit in einer Kneipe um die Ecke vor Gericht. Doch eines Tages kommt er ungewollt zu einem Fall, bei dem er Blut leckt und der seinen Kampfgeist weckt. Denn hier kann er gegen einen Mandanten seiner ehemaligen Kanzlei vorgehen – und damit auch gegen seinen ehemaligen Kompagnon Donald Cooperman. Eine mysteriöse Explosion auf einem Schiff tötet den Angestellten eines Rüstungskonzerns und löst eine riesige Welle aus bei der zwei Fischer, die zufällig in der Nähe waren, mit ihrem Boot kentern. Die Schwester des Verstorbenen möchte, dass McBride das Ganze vor Gericht bringt und den Konzern verklagt.
Allein Billy Bob Thorton in der Rolle des angeschlagenen, alkoholkranken Anwalts ist es wert, diese Serie auf die Watchlist zu packen. Zwar schwächelt die Gerichtsstory ab Episode vier etwas, es gibt stellenweise unglaubwürdige Wendungen und stellenweise ein bisschen zu viel Gewalt, aber Thornton bügelt das meiste davon allein druch seine Präsens wieder aus. Wunderbar auch das schräge Kleeblatt an Frauen, das er als Team anheuert. William Hurt als finsterer, undursichtiger Gegenspieler Cooperman macht den Cast pefekt. Die beiden Großen haben nur wenige gemeinsame Szenen, halten aber das Spannungslevel so hoch, dass es schwer ist die acht Episoden nicht in einem Rutsch durchzugucken.
Ausgewählt von Uli Morant


The Crown

the-crownDiese Serie ist alles andere als eine weiteres Märchen über das britische Königshaus. In dem wunderbar opulenten Königinnendrama wird eine Storyline erzählt, die spätestens seit dem diamantenen Thronjubiläum der Queen oder ihrem neunzigsten Geburtstag auch jenseits Großbritanniens geläufig ist und dennoch nie zuvor so spannend und detailgetreu inszeniert wurde.
Die Charaktere, die Kostüme, die Kulissen alles ist bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und sorgt für gewaltige Bildwelten, an denen man sich nicht satt sehen kann. Zehn Folgen hat die erste Staffel und die Zweite kann man gar nicht mehr abwarten.
Ausgewählt von Alexandra Brechlin

Flaked
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Chip (Will Arnett) ist Besitzer eines Ladens für Vintage-Designermöbel im eher heruntergekommenen Venice. Er engagiert sich als Leiter einer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und sieht sich in der Rolle eines Vorbildes, während er eigentlich selber mit diversen Leichen im Keller zu kämpfen hat. Als sein Laden und Teile der Nachbarschaft einem großen Bauvorhaben weichen sollen,  muss er sich einigen Lügen aus seiner Vergangenheit stellen, um seinen Laden zu retten.
Das heruntergekomme Venice ist eine Ecke von LA, die man bisher eher selten gesehen hat. Eine relativ normale, aber eher schäbige Nachbarschaft in LA, die noch davon zehrt in den 80ern mal total angesagt gewesen zu sein. Die Figuren der Serie werden relativ ungeschminkt dargestellt, sind teilweise sehr schräg oder auch ganz bodenständig, haben aber alle mit irgendwas zu kämpfen. Eine gute Mischung aus Drama und Komödie.
Ausgewählt von Fenke Gabriel

Gilmore Girls: A Year In The Life
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Neun Jahre haben wir warten müssen, bis es dieses Jahr endlich so weit war: Die Gilmore Girls sind zurück! Als 2007 die letzte Klappe fiel, waren Fans und Macher offensichtlich gleichermaßen unglücklich über das Serien-Ende (Produzentin und Autorin Amy Sherman-Palladino durfte / wollte bei der letzten Staffel nicht mehr mitmachen, gleichzeitig war diese Staffel auch die erfolgloseste der Serie). Nun gab es also das Wiedersehen in Stars Hollow und unsere Lieblingscharaktere sind alle wieder mit dabei: Lorelai, Luke, Roroy, Dean, Jess, Miss Patty und natürlich Kirk.
Man kann einiges an den vier neuen Folgen bemängeln: Etwa, dass auch dieses Mal kein rechter Schluss gefunden wurde (oder findet irgendwer die letzten vier Worte tatsächlich abschließend?). Oder dass die eigentlich brennenden Fragen nicht so wirklich beantwortet wurden (Wer ist eigentlich ‚Paul‘ und was zur Hölle ist falsch an Jess?). Aber, wie das so ist in diesen familiären Beziehungen: Sie sind nicht perfekt, aber man freut sich am Ende doch immer wieder, sie zu sehen und es fühlt sich an, wie nach Hause kommen. So ist es auch mit den Gilmore Girls. Ich konnte einfach nicht anders, als alle meine Freunde einzuladen, eine Extrakanne Kaffee aufzusetzen, Riesenpizza zu bestellen und einen Gilmore Girls-Marathon zu veranstalten, bis alle Magenschmerzen und rote Augen hatten.
Ausgewählt von Silvia Silko

Stranger Things
stranger-thingsAuf Empfehlungen von Freunden angefangen zu schauen und sofort süchtig geworden: Stranger Things war mein persönliches Serien-Highlight des Jahres.
Oberflächlich betrachtet dreht sich die Handlung der Serie um eine Gruppe von Kindern, die ihren, auf mysteriöse Weise verschwundenen, Freund Will (Noah Schnapp) suchen. Aber natürlich verbirgt die Geschichte viel viel mehr. Neben Regierungsverschwörungen, Paralleluniversen und übernatürlichen Phänomenen wird eine große Portion Grusel geboten. Also Hommage an die Myterie und Horrorfilme der 80er Jahre, spielt die Serie auch genau in der Zeit und wer – wie ich – die 80er liebt, findet hier tausend Zitate aus der damaligen Popkultur von E.T. bis zu Nightmare on Elm Street. Mit dabei eine großartige Winona Ryder als eine alleinerziehende Mutter kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Spannend, fesselnd – kurzum absolut sehenswert und das nicht nur für Genre Fans.
Ausgewählt von Alexandra Brechlin

Mom (4. Staffel)
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Schluchzend erklärt die Kellnerin einem Gast, welchen Wein sie ihm gerade einschenkt, er probiert und befindet den Wein als sehr gut. Daraufhin antwortet die Kellnerin „2014 was a very good year for this wine. Not so much for me!“ ab diesem Moment der ersten Folge hatte sie uns: Christy Plunkett, deren Jahre vor 2014 scheinbar auch nicht wirklich gut waren: Die alleinerziehende Mutter ist Alkoholikerin, litt als Kind unter ihrer ebenfalls süchtigen Mutter, bekam mit 16 eine Tochter, die zu Anfang der Serie ebenfalls mit 16 ihre Schwangerschaft verkündet. Über die Staffeln beobachten wir, wie Chrissy mit ihren Dämonen kämpft und dabei noch nie so wirklich die Sonnenseite des Lebens gesehen hat. Dennoch verkommt diese Serie niemals zu einer triefenden Schmonzette. In „Mom“ ist das Motto eher „Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht!“ Anna Farris beweist in dieser Serie, dass sie dem Job als Hauptcharakter gewachsen ist und zeigt komödiantisches Talent – glücklicherweise ohne ihren bisher eher klamaukigen Anstrich (Dank Filmen wie „Scary Movie“). Am herrlichsten sind die bissigen Dialoge und die Chemie zwischen Farris und Serien-Mutter Allison Janney.
Ausgewählt von Silvia Silko

Black Mirror – 3. Staffel
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Kein direkter Serienstart, doch zumindest ein neuer Staffelbeginn: die britische Science-Fiction-Miniserie ging in diesem Jahr in ihre dritte Runde. Black Mirror erzählt von den Auswirkungen unserer hochtechnisierten Gesellschaft. In jeder Folge erscheinen neue Charaktere, neue Schauplätze, neue Fiktionen. Auf Grundlage der zunehmenden Digitalisierung entwickelte Serienschöpfer Charlie Brooker Zukunftsvisionen, die teils witzig, teils erschreckend wirken. Die Abhängigkeit von Technik und Fortschritt eindrucksvoll auf die Spitze getrieben!
Ausgewählt von Stefanie Baumgärtner

 

The Night Of
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Im Gegensatz zu vielen anderen Krimi-Serien gibt es in The Night Of keine der handelsüblichen 45-Fälle die gelöst werden – sondern es dreht sich um ein einziges Verbrechen das in über acht Stunden Serienzeit durchexerziert wird. College-Student Naz (Riz Ahmed)  borgt sich das Taxi seines Vaters und nimmt eine junge Frau an einer Kreuzung mit. Am Ende verbringen beide die Nacht miteinander doch als Naz am nächsten Morgen aufwacht ist die Frau mit 22 Messerstichen getötet worden und Naz ist wegen Mordes angeklagt. Ob er es wirklich getan hat, wissen weder er selbst noch die Zuschauer. Spannende Serie mit Suchtpotential.
Ausgewählt von Stefanie Staiger

Love
loveIn den ersten Minuten der Serie bietet sich nichts was nicht auch jede beliebige Sitcom davor bereits geboten hätte: Zwei junge Menschen werden vom Schicksal zueinander geführt und versuchen eine Beziehung aufzubauen. Dabei sind die beiden selbstverständlich total unterschiedlich – peinliche Situationen inklusive.
Soweit so einfach, wenn die Serie nicht von Filmemacher Apatow stammen würde, der auch verantwortlich für die HBO-Serie „Girls“ ist und Filme wie „Dating Queen“ mit Amy Schumer dreht.
In der zum Scheitern verurteilten Romanze entdeckt man bald die eine odere andere tiefere Wahrheit und aus einem Kopfschütteln über die streitenden Liebenden stößt man immer wieder auf das eigene Leben. Darüber hinaus trägt diese Serie die typische Handschrift Apatows aus entsättigten Bildern, scheinbar bedeutungslosen Dialogen, unprätentiösen Situationen, orientierungslosen Charakteren und ganz stiller Komik.
Ausgewählt von Stefanie Staiger

Illustration: Marie Wolf

 

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