Montessori Spielzeug

Montessori-Spielzeug: Wie ihr euer Baby fördern könnt

BABY, Spielen

Alexandra Brechlin

„Hilf mir, es selbst zu tun!“ Nach der Montessori-Lehre sind Spielzeuge „Arbeitsmaterialien“, die Kindern Erfahrungen vermitteln, die sie sich ganz allein erarbeiten. So werden sie unterstützt, sich aus eigener Kraft wichtige Dinge für die Entwicklung anzueignen.

Pädagogen gehen davon aus, dass Babys und Kleinkinder bis zum Alter von etwa drei Jahren die Fähigkeit besitzen, ihre Umwelt in ein Gesamtbild aufzunehmen. Es gibt ganz verschiedene Konzepte, mit deren Hilfe Eltern die Lernentwicklung ihrer Kinder fördern können. Einer der Ansätze davon ist Montessori. Wir haben mit Jutta Bläsius, einer Entspannungspädagogin und Erzieherin mit Montessori- Diplom, gesprochen, was genau das Besondere an Montessori-Spielzeug ist.

Was muss man sich unter Montessori-Spielzeug vorstellen?

Maria Montessori, die Begründerin der Montessori-Pädagogik, spricht nie von Spielzeug. Sie bevorzugt stattdessen den Begriff „Material“. Sie hat Kinder sehr intensiv bei ihrem Spiel beobachtet und daraufhin Kriterien entwickelt, die „ihr“ Material als solches kennzeichnen. Die klassischen Montessori-Materialien sind somit standardisiert und überall auf der Welt zu finden. Es gibt Lernmaterialien zu verschiedenen Themen und für verschiedene Altersstufen. Junge Kinder beschäftigen sich vor allem mit den Übungen des täglichen Lebens und den Sinnesmaterialien. Für ältere Kinder werden die Mathematik-, Sprach-, Musik-, Geografieoder Biologiematerialien zunehmend interessanter. Allen gemeinsam ist, dass sie dem Kind helfen, sich die Welt spielerisch über die Bewegung und die Sinne zu erschließen.

Wie unterscheidet sich Montessori-Spielzeug von anderem Lernspielzeug?

Im Gegensatz zu den üblichen Lernspielzeugen steckt hinter den Montessori-Lernspielen eine umfassende Pädagogik. Die Materialien dienen nicht dem reinen Zeitvertreib, sondern geben dem Kind die Möglichkeit, sich im Rahmen seines Entwicklungsstandes Wissen anzueignen. Es gibt dabei zum Beispiel kein elektronisches Spielzeug, bei dem unentwegt etwas piepst oder sich bewegt. Montessori-Material hat immer eine gute Qualität, besitzt ästhetische Farben und klare Formen. Es fordert das Kind zur selbstständigen Beschäftigung auf. Meist wird ein Sinn besonders angesprochen. Dies schafft Klarheit und fördert die Konzentration. Lernen erfolgt über Handlungen, sodass die Kinder Themen im wahrsten Sinne des Wortes begreifen können.

Wie kann man die Ansätze der Montessori-Pädagogik im Alltag umsetzen?

Maria Montessori geht davon aus, dass Kinder sehr genau wissen, was sie zu ihrer Entwicklung brauchen. Sie zeigen es uns tagtäglich. Es ist als Eltern daher wichtig, sensibel dafür zu werden, was Kinder beschäftigt, sie zu beobachten, ihnen entsprechende Angebote zu machen. Lernen können und müssen die Kinder selbst. Eigenes Tätigsein, auch wenn es mit Scheitern einhergeht, ist sehr wichtig. Es macht die Kinder selbstsicher und selbstständig.

 

Diese Spielzeuge fördern die Entwicklung eures Babies im Sinne der Montessori Pädagogik:

 

 

Titelbild: manine-montessori.com

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