Baby trinkt Milch Kuhmilch Ersatzprodukte

Kuhmilch für Kinder: Ja oder nein?

BABY, Food

Sobald Babys ins Beikostalter kommen, stehen viele Mütter vor der Frage, ob und wann sie ihrem Kind Kuhmilch geben sollen und was es für Alternativen gibt, die sich als Ergänzung im täglichen Ernährungsplan der Kinder eignen. Wir haben bei Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nachgefragt.

Frau Restemeyer, ab wann empfehlen Sie den Einsatz von Milchprodukten bei Babys?

Geringe Mengen an Vollmilch wie sie im Vollmilch-Getreide-Brei enthalten sind, sollten frühestens ab dem sechsten Monat gefüttert werden. Bis zu 200 ml Vollmilch am Tag können für die Zubereitung des Milch-Getreide-Breis verwendet werden. Sobald die Breimahlzeit durch eine Brotmalzeit ersetzt wird, kann dieselbe Menge Milch zum Trinken aus einem Becher angeboten werden.
Sobald Kuhmilch gegen Ende des 1. Lebensjahrs zum Trinken gegeben wird, sollte es anfangs eine kleine Menge bleiben.
Wählen Sie pasteurisierte oder ultrahocherhitzte Milch. Roh- und Vorzugsmilch eignet sich nicht, sie kann Keime enthalten. In frischer, längerfrischer oder haltbarer Milch aus dem Supermarkt sind diese Keime nicht mehr enthalten.

Der Einsatz von Kuhmilch ist generell ein umstrittenes Thema. Warum ist Kuhmilch in Ihren Augen für Kleinkinder geeignet und was muss beachtet werden, wenn auf Kuhmilch verzichtet wird?

Milch und Milchprodukte sind leicht verdauliche und schnelle Energielieferanten. Sie enthalten hochwertiges Protein, das vor allem bei fleischloser Kost für den Muskelaufbau und -erhalt unverzichtbar ist. Darüber hinaus liefern sie bedeutende Mengen Vitamin A und D, B-Vitamine, Jod sowie Calcium.
Milch und Milchprodukte (mit Ausnahme von Quark) sind calciumreich und aufgrund ihrer verzehrten Menge für die Versorgung des Menschen mit diesem Mineralstoff von großer Bedeutung. Zudem kann der Körper Calcium aus Milch und Milchprodukten besser verwerten als z. B. aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Kinder zwischen 1 bis 3 Jahren brauchen täglich etwa 300 ml Milch und Milchprodukte, am besten auf drei Portionen verteilt.
Milch ist außerdem ein wichtiger Lieferant von Vitamin B2. Darüber hinaus gibt es viele andere herkömmliche Lebensmittel, die ebenfalls viel Vitamin B2 enthalten. Dies sind z.B. Fleisch, Hülsenfrüchte und manche Gemüsesorten, vor allem Spinat, Brokkoli und Mangold.
Milch trägt wesentlich zur Versorgung mit Jod bei. Achten Sie daher bei der Ernährung Ihres Kindes darauf, dass bei Verzicht auf Kuhmilch andere Jodquellen gut genutzt werden.
Milch anderer Tierarten (Ziege, Stute, Schaf) und Produkte daraus sind als Ersatz für Kuhmilch bei einer Kuhmilchallergie nicht geeignet. Sie können ebenso wie Kuhmilch Allergien auslösen.

Das kompette Interview und mehr Infos über Ersatzprodukte, die die Expertin empfiehlt, findet ihr in der Luna mum 29.

Hier gibt es einen Überblick über die weiteren Themen aus dem Heft.

Titelbild: Getty images

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