Baby im Bett schlafend

Darum ist ein Einschlafritual fürs Baby so wichtig

BABY, Pflege, Wissen

Fenke Gabriel-Schwan

Schlaf - kaum ein Thema beschäftigt vor allem junge Eltern so sehr wie die Nachtruhe ihrer Kinder. Denn während es die meisten Babies eher weniger stört, ob sie tagsüber oder nachts schlafen, setzt es Eltern doch ziemlich zu, wenn der Schlaf nicht hauptsächlich in der Nacht stattfindet.

Ein Baby muss sich aber erst an den Tag- und Nachtrhythmus gewöhnen, und es ist völlig normal, dass es nachts mehrmals wach wird. Auch, dass ein Baby nicht von Anfang an alleine wieder einschläft, gehört dazu. Eine gewisse Angst vor dem Alleinsein im Schlaf ist Babies angeboren. Deshalb brauchen Babies die Nähe der Eltern, die ihnen die nötige Geborgenheit verschafft.

Damit ein Baby lernt zu schlafen, gibt es verschiedene Dinge, die Eltern tun können, um es dabei zu unterstützen. Drei Dinge sind dabei besonders wichtig: die gesunde Schlafumgebung, eine Einschlafroutine und ein Einschlafritual.

Gesunde Schlafumgebung fürs Baby

Zur optimalen Schlafumgebung gehören
– die Rückenlage (wenn das Baby sich eigenständig auf den Bauch drehen kann, wird es sich die Schlafposition selber aussuchen)
– ein eigenes Babybett im Elternschlafzimmer (zumindest während des 1. Lebensjahres)
– eine feste Matratze
– ein gut passender Schlafsack
– wenn überhaupt, dann nur ein kleines Kuscheltier
– Raumtemperatur von 18°C

Eine Einschlafroutine hilft dem Baby

Der abendliche Ablauf von Stillen oder Fläschchengeben, Wickeln und Schlafanzug anziehen sollte immer gleich sein. So kann das Baby sich darauf einstellen, dass gleich die Nachtruhe beginnt. Gerade im Babyalter ist es wichtig, dass euer Baby abends schon beim essen, spätestens aber beim Wickeln zur Ruhe kommen kann. Denn meistens sind sie dann ganz schnell müde, und benötigen das Bett. Später hilft dann ein Buch vorlesen oder noch gemeinsam kuscheln im Bett, bevor das Licht ausgeht.
Am Wickeltisch könnt ihr mit gedämpftem Licht für eine entspannte Atmosphäre sorgen. Beim Wickeln gibt es zu bedenken, dass die Windel die ganze Nacht am Po des Babies bleibt. Eine gut sitzende Windel in der richtigen Größe, die die Feuchtigkeit von der Haut abhält, ist also besonders empfehlenswert. So wird es zumindest nicht die nasse Windel sein, die euer Kind nachts am Durchschlafen hindert. Das Baby nachts zu wickeln ist in der Regel auch nur nötig, solange es noch mehr als einmal nachts gefüttert wird. Aber auch das kann ganz individuell sein.

So könnte ein Einschlafritual fürs Baby aussehen

Schlafexperte Professor Erler

Schlafexperte & Kinderarzt Prof. Dr. Erler

Warum auch ein Einschlafritual so wichtig für den Schlaf des Babies ist, das erklärt uns der Schlafexperte Prof. Dr. med. Thomas Erler, der Pampers rund um Fragen zum Thema Schlaf berät. „Eine liebevolle Geste, ein kleines Ritual, dass dem Baby beim Einschlafen hilft, sollte fester Bestandteil der Einschlafroutine sein,“ so der Schlafforscher. „Dieses Ritual soll das Baby beruhigen, und ihm die Geborgenheit verschaffen, die es braucht, um selber in den Schlaf zu finden. Hierbei geht es um eine einfache Handlung – ein Kuscheltier anreichen, die Spieluhr aufziehen, ein kleines Nachtlicht einschalten oder ein kurzes Schlaflied singen. Ein solches Ritual kann dann auch in der Nacht dabei helfen, dass das Baby weiterschläft und so auf Dauer durchschläft. Denn mit Hilfe des Rituals wird es lernen, alleine einzuschlafen. Das Ritual ist lediglich schlafbegleitend.“

Natürlich kann es auch schon mal sein, dass euer Baby auf eurem Arm einschläft, bevor ihr es ins Bett legen konntet. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr es dann einfach ablegen. Aber besser für den Schlaf des Babies ist es, wenn es noch mitbekommt, dass es in seinem Bettchen liegt. So wird es beim nächtlichen Aufwachen nicht überrascht und die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass es weiterschläft. Aber auch das muss geübt werden und klappt meistens nicht auf Anhieb – phasenweise vielleicht sogar gar nicht. Hier ist Geduld gefragt!

Zuviel Action nachts vermeiden

Wichtig bei dem Einschlafritual ist, dass Eltern ihrem Baby die nötige Sicherheit vermitteln, ohne selber aktiv dem Baby zum Einschlafen zu verhelfen. Zuviel Aufmerksamkeit und Aktivität in der Nacht wird das Baby eher wacher machen. Also euer Baby nicht unbedingt direkt auf den Arm oder mit ins Elternbett nehmen, wenn ihr nicht wollt, dass dies zum nächtlichen Ritual wird. Es sei denn, euer Baby ist untröstlich oder ihr seid sowieso Fans vom Familienbett. Außerdem sollte das Einschlafritual wirklich nur für die Nacht genutzt werden – der Nachmittagsschlaf bedarf einer eigenen Routine. Welches Ritual letztendlich am besten funktioniert, ist individuell sehr unterschiedlich. Einfach ausprobieren!

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